Industrie 4.0 made in USA: IIC veröffentlicht Referenz-Architektur

07.07.2015 Von manchen deutschen Industrie-4.0-Protagonisten werden die Aktivitäten des amerikanischen Industrieal Internet Consortium als „Marketinggedöns“ belächelt. Nun hat das IIC zwei Monate nach dem ZVEI eine eigene Referenzarchitektur in einem 101 Seiten starken Papier veröffentlicht. 

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Das US-Industrial Internet Consortium IIC hat eine eigene Referenzarchitektur für das Internet der Dinge vorgestellt (Bild: Argus – Fotolia)

Das Dokument beschreibt eine gemeinsame Sprache für die Komponenten der „Industrial Internet Systeme“ und deren Beziehungen untereinander. Dadurch sollen Entwickler in die Lage versetzt werden, zu entscheiden, welche Elemente sie für ihre Systeme brauchen und so eine schnellere Implementierung sicher stellen. 

„Damit im Rahmen des Internets der Dinge bis 2020 eine Basis von 50 Millionen „Dingen“ installiert ist, müssen Entwickler in der Lage sein, Systeme sehr schnell zu verbinden und zu skalieren“, sagte Dr. Shi-Wan Lin, stellvertretender Vorsitzender der entsprechenden IIC-Arbeitsgruppe und Stratege bei der Intel-eigenen Internet of Things-Gruppe. 

Die II-Referenzarchitektur hat zum Ziel, existierenden und heraufziehenden Standards eine gemeinsame Struktur zu geben und Lücken in der Interoperabilität zwischen Komponenten schneller zu erkennen und zu schließen. „Als eine Organisation, die selbst keine Standards setzt, sehen wir darin einen weiteren Schritt um globale Standards durch Zusammenarbeit zu erreichen“, sagt Stephen Mellor CTO des IIC. Die amerikanische Organisation beschreitet damit einen anderen Weg als die deutsche Industrie 4.0-Plattform: Geschwindigkeit und Marktmacht werden an Stelle eines ausdiskutierten technischen Standards gesetzt. 

„Das IIC hat sich zum Ziel gesetzt, die Nutzung von Best Practices durch globale Partnerschaften zwischen führenden Unternehmen der Industrie voranzutreiben“, heißt es in der Pressemitteilung zur IIC-Referenzarchitektur.

Vorgestellt wurde das IIC-Papier übrigens im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin. 

Das Dokument können Sie hier abrufen.

Infos zur deutschen Referenzarchitektur für Industrie 4.0 finden Sie hier.

(as)

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