Markt

Industrieservice-Unternehmen gründen Verband

23.10.2008

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Führende Unternehmen des modernen Industrieservice haben einen eigenen Branchenverband gegründet. Gründungsmitglieder sind: Bilfinger Berger (München), Voith (Stuttgart) sowie MCE (Linz/Österreich).

Der Wirtschaftsverband für Industrieservice e.V. (WVIS) mit Sitz in Düsseldorf soll die wirtschaftspolitischen Interessen dieser wachstumsstarken Branche artikulieren, sich mit Normungsarbeit sowie der Weiterentwicklung relevanter Standards etwa im Bereich der Arbeitssicherheit befassen und das positive Bild der Branche in der Öffentlichkeit formen, erklärte der Vorsitzende des Vorstands, Thomas Töpfer (Bilfinger Berger). Bei einem Marktvolumen von schätzungsweise rund 20 Milliarden Euro in Deutschland und rund 100 Milliarden Euro in Europa für extern vergebene industrielle Dienstleistungen in der Prozess- und Fertigungsindustrie sei es notwendig, dem Industrieservice ein unternehmensübergreifendes Profil zu geben.

Nach Ansicht von Töpfer kommen auf den Verband im Rahmen der dynamischen Entwicklung des Industriezweigs umfangreiche Aufgaben zu. Dies betreffe die aktive Kommunikation über die Breite und den Umfang des Industrieservice. Der WVIS werde allen Unternehmen, die ihren Schwerpunkt im Industrieservice haben, „ein Dach und Forum für ihre Anliegen bieten“. Er werde dazu beitragen, den Industrieservice als verlässlichen und unverzichtbaren Partner der Industrie zu positionieren.

WVIS-Vorstand Martin Hennerici (Voith) wies auf den Bedarf an Normungsarbeit und Zertifizierung im Industrieservice hin. Qualität und Nachhaltigkeit industrieller Dienstleistungen seien Themen, die am besten über den neuen Verband adressiert werden. Der WVIS werde die Standards für den Industrieservice weiterentwickeln. Ziel sei beispielsweise die Einführung einer Zertifizierung für Unternehmen hinsichtlich aller wichtigen Sozial-, Umwelt-, Qualitäts- und Compliance-Standards.

Der zunehmende Stellenwert von technischen Dienstleistungen und Instandhaltungsmaßnahmen führt zu einem steigenden Bedarf an Fachkräften. Ihre Gewinnung und Qualifikation sei angesichts des allgemeinen Mangels in Deutschland und Europa eine große Herausforderung, so WVIS-Vorstand Ludger Kramer (MCE). „In Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und der Politik müssen wir klare Richtlinien und ein einheitliches Profil für das Berufsbild des Instandhalters definieren. Nur so können wir nachhaltig Fachkräftepotenzial für die Branche schaffen“.

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