Chemiepark Gendorf

Infraserv feiert abgeschlossene KWK-Modernisierung

03.11.2017 Mit über 35 Mio. Euro war es die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte der Infraserv Gendorf (ISG): Der Chemieparkbetreiber hat eine umfassende Modernisierung seiner gesamten KWK-Anlage abgeschlossen und nun mit einem Festakt gefeiert.

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Gendorf_KWK_Modernisierung

Die neue Gasturbine ermöglicht eine flexible Stromerzeugung je nach Auslastung. (Bild: Infraserv Gendorf)

Bei laufendem Betrieb und innerhalb bestehender Gebäudestrukturen – die Herausforderungen für die komplette Modernisierung der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) im Chemiepark Gendorf waren komplex. Zweieinhalb Jahre dauerte hierfür die Planungsphase, dessen Umsetzung im Sommer 2016 begann und ein Jahr später vollendet war. Zu den Maßnahmen zählten die Anschaffung einer neuen Gasturbine, die Modernisierung des Abhitzekessels und die Installation einer neuen Dampfturbine.

Passgenaue Anlage

Die neuen Kraftwerksanlagen sind passgenau für den Bedarf des Chemieparks dimensioniert und die Gasturbine ermöglicht eine flexible Stromerzeugung je nach aktueller Auslastung. „Außerdem können wir die von unseren Kunden benötigten und von uns selbst produzierten Medien, wie beispielsweise Dampf, Sauerstoff oder Druckluft auch weiterhin zu rentablen Preisen anbieten“, erklärt Karsten Groß, Leiter der Ver- und Entsorgung der Infraserv Gendorf, die Vorteile des modernisierten Kraftwerks.

Großprojekt made by InfraServ Gendorf

„Mit dem erfolgreichen Abschluss empfiehlt sich die ISG einmal mehr als verlässlicher Partner, auch bei der Umsetzung von komplexen Projektvorhaben der Chemie- und Prozessindustrie“, betont ISG-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer in seiner Rede mit Blick auf die ISG-eigenen Gewerke, die das Projekt gemeinsam mit externen Partnern störungs- und unfallfrei umgesetzt hatten. Da aufgrund der KWK-Förderung der Stichtag 31. Dezember 2017 eingehalten werden musste, waren ein starkes Projektmanagement sowie lösungsorientierte Kreativität bei schwierigen Themen erforderlich. „Der Stichtag hängt mit der Inanspruchnahme der KWK-Förderung zusammen, ohne die die Modernisierung wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen wäre“, so Langhammer.

Wettbewerbsfähigkeit im globalen Kontext

Derzeit investiert der Chemiepark Gendorf massiv: Von 2011 bis 2019 fließen durch den Betreiber Infraserv Gendorf weit über 130 Mio. Euro in die Modernisierung des Standorts. „Wir tun dies, um den internationalen Unternehmen im Chemiepark auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Infrastruktur anbieten zu können“, kommentiert Langhammer. Der Chemiepark Gendorf ist der größte Chemiepark Bayerns und Standort für über 30 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Am Standort sind circa 4.000 Mitarbeiter beschäftigt; etwa 400 junge Menschen werden vor Ort ausgebildet. Der Chemiepark Gendorf ist 197 ha groß.

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