Meilenstein-Projekt geschafft

Infraserv Gendorf nimmt neue Dampfturbine in Betrieb

31.08.2017 Beim Chemieparkbetreiber Infraserv Gendorf steht der Abschluss eines der größten Investitonsprojekte des Unternehmens bevor. Nach dem Austausch der Gasturbine und der Inbetriebnahme der neugebauten Messwarte geht es nun an die Anschlussarbeiten rund um die neue Dampfturbine.

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Die neue Dampfturbine im Chemiepark Gendorf

Die Dampfturbine mit Generator an ihrem Standort im Kraftwerk: für Einbau und Anschluss an das bestehende Rohrleitungsnetz war eine enge und detaillierte Abstimmung zwischen ISG Engineering, ISGT und dem Kraftwerkbetreiber Ver- und Entsorgung nötig. (Bild: ISG)

Die Dampfturbine hat mit Getriebe und Generator ein Gewicht von ca. 72 Tonnen, einen Dampfdurchsatz von 120 Tonnen in der Stunde und eine Wirkleistung von 15,4 MW. Nach dem erfolgten Anschluss an das Hochdruck-Dampfrohrleistungsnetz, das ebenfalls modernisiert wurde, ist die Verbindung zwischen Dampfturbine und Abhitzekessel  wieder hergestellt. Damit kann die KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) des Kraftwerks, die aus Gasturbine, Abhitzekessel und insgesamt zwei Dampfturbinen sowie einem weiteren Kessel besteht, den regulären Betrieb wieder aufnehmen.

In Bezug auf Technik, Kosten und Termin galten strenge Vorgaben, denn in puncto Versorgungszuverlässigkeit für die Standortkunden waren keine Kompromisse möglich. „Der Betrieb musste stets aufrechterhalten werden. Wir durften keine Einschränkungen bei der Produktion unserer Kunden zulassen“, betont Karsten Groß, Leiter der Ver- und Entsorgung bei Infraserv Gendorf. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die neue Dampfturbine an das bestehende Rohrleitungsnetz und in ein vorhandenes Gebäude einzupassen. Die Trägerdecke der Halle musste dafür temporär extra verstärkt werden. An ihrem endgültigen Platz steht die Maschine auf einem Turbinentisch, der von seiner Umgebung entkoppelt ist, damit sich die Schwingungen der Turbine nicht auf die Statik des Gebäudes übertragen.

Für den Standortbetreiber bedeutet das Projekt eine Investition von über 35 Millionen Euro. Im Oktober will das Unternehmen den Projektabschluss mit einem Festakt in der Turbinenhalle feiern.

(as)

 

 

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