Energiezentrale Süd im Industriepark Höchst fertiggestellt; Aventis bezieht komplette Energielieferungen im Contracting-Verfahren von Infraserv Höchst

Infraserv Höchst: Contracting als Rundum-Versorgung

28.10.2002

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Eine komplexe Aufgabe, denn es ging nicht nur um die klassische Energieerzeugung und -verteilung, also Strom und Dampf, sondern auch um die Lieferung von Kälte, Druckluft, Stickstoff, Trinkwasser, Reinstwasser, vollentsalztem Wasser, Ammoniak und Rückkühlwasser.


Die Umsetzung dieses Investitionsprojektes gelang Infraserv in nur knapp zwölf Monaten nach der Beauftragung. Die kompletten baulichen und versorgungstechnischen Einrichtungen konnten im Frühjahr diesen Jahres termingerecht in Betrieb genommen werden.


In der neuen Versorgungszentrale werden Druckluft mit 4 und 8 bar, Kühlwasser sowie Kaltwasser mit 3° C erzeugt. Die Drucklufterzeugung ist darüber hinaus an die bestehenden Druckluftnetze angebunden. Das Kühlwasser wird über luftgekühlte Rückkühlwerke und das Kaltwasser durch Turboverdichter-Kältemaschinen erzeugt. Für die Errichtung der neuen Energiezentrale waren insgesamt Investitionen in Höhe von fast 13 Millionen Euro notwendig.


Beim Contracting wird nur bezahlt, was gebraucht wird


Bei dem aktuellen Projekt bezieht Aventis nun Kälte, Druckluft und Kühlwasser im Contracting-Verfahren. Das heisst, das Unternehmen kauft lediglich die für die eigene Prozessführung notwendige Energie ein. Die Finanzierung, Installation und den Betrieb der Anlagen übernimmt Infraserv. Der wichtigste Vorteil für den Kunden: er investiert kein Kapital in Personal, Anlagen und Technik, sondern bezieht das Produkt „Energie“ zum festvereinbarten Preis.


Der Contractor, in diesem Fall Infraserv, übernimmt das Investitions- und Betreiberrisiko für die Anlagen – auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Weil der Contractor die abgenommene Energie nach einer vereinbarten Tarifformel berechnet, hat er ein großes Interesse daran, die Anlagen so wirtschaftlich wie möglich zu betreiben.


Gute Erfahrungen mit Contracting


Das Pharmaunternehmen hatte sich bereits im Vorfeld entschieden, die notwendigen Versorgungsanlagen nicht selbst zu bauen und zu finanzieren, sondern alle Leistungen im Contracting-Verfahren zu beziehen. Dass sich dieses Modell für den Contracting-Nehmer rechnet, hatte Aventis schon in anderen Projekten, die mit Infraserv abgewickelt wurden, erlebt: 1999 erhielt Infraserv den Auftrag, für die Formulierung und Abfüllung eines Insulinproduktes Kälte zu liefern. Für Diabel, ein Gemeinschaftsunternehmen von Aventis und Pfizer, wurde ebenfalls eine Kälteanlage für die Herstellung eines Insulin-Wirkstoffes errichtet.

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