Der druckt und druckt und…

Inkjet-Drucker in staubiger Prozessumgebung

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31.03.2016 Ein Anwender aus der Bauchemie suchte nach einer tintenbasierten Lösung, mit der er auch in der staubigen Atmosphäre seiner Produktion prozesssicher kennzeichnen konnte. Die Lösung mit intelligentem Druckkopf passt sich automatisch ihren Umweltbedingungen an.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Hersteller müssen ihre Produkte oftmals produkt- sowie produktionsbedingt in mehr oder weniger staubigen Umgebungen abfüllen. Das verträgt nicht jedes tintenbasierte Kennzeichnungssystem.
  • Ein Betreiber testet darum ein Drucksystem mit einem IP-Schutz von 55 sowie einer Pumpe, die mittels konstanten Luftstroms das Eindringen von Schmutz in den Druckkopf verhindert.
  • Außerdem ist es möglich, das System im Rahmen von Industrie 4.0 von gewöhnlicher Schrift- auf Barcode-Kennzeichnung umzustellen.

Sie bilden im wahrsten Sinne des Wortes das Fundament: Die MC-Bauchemie entwickelt, produziert und vertreibt bauchemische Produktsysteme für das Vergüten von Beton sowie zum Instandsetzen und zum langfristigen Schutz von Betonbauwerken. Vor über 50 Jahren gegründet, forscht und produziert das Unternehmen in über 20 Fertigungsstätten weltweit. Die Baustoffe wollte der Hersteller zuverlässig mit Produkt- und Chargeninformationen kennzeichnen. Nicht so einfach wie gedacht, erinnert sich Christian Fyrk, Industriemeister in der Bottroper Produktion der MC-Bauchemie: „Die alten Tintenstrahldrucker waren sehr empfindlich – insbesondere bei der Kennzeichnung unserer pulverigen Substanzen. In staubiger Umgebung neigten die Druckkopfdüsen dazu zu verstopfen. Das Druckbild wurde zusehends undeutlich!“ Aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen war Fyrk auch bei den Continuous-Inkjet-Druckern von Linx aus dem Portfolio der Bluhm Systeme zunächst skeptisch, testete diese aber trotzdem zwei Wochen lang kostenlos. Und siehe da: „Egal in welcher Produktionsumgebung wir die Drucker eingesetzt haben – sie zeigten sich überall gleichermaßen robust und zuverlässig“, stellte Fyrk erfreut fest. Das liegt zum einen an dem serienmäßig hohen IP-Schutz von 55, den der Anbieter optional und ohne zusätzlichen Druckluftanschluss auch auf IP 65 erhöhen kann. Zum anderen liegt dies an dem soliden und robusten Druckkopf, der sich zusätzlich mit einer kleinen Pumpe versehen lässt. Diese Pumpe sorgt innerhalb des Kopfes für einen permanenten Luftstrom nach außen und verhindert so das Eindringen von Staub.

Intelligent und unkompliziert
Die Kennzeichnungssysteme sind nicht nur unkompliziert, weil Anwender sie an „normale“ Steckdosen anschließen können: Alle Mess- und Regelkreisläufe finden vollautomatisch im Hintergrund und ohne jegliches Zutun des Bedienpersonals statt. Egal ob das Umfeld kalt oder warm ist; die Tinte zu dick oder zu dünn – der intelligente Druckkopf ermittelt alle technisch wichtigen Parameter und gleicht sie automatisch aus, damit stets ein hochqualitatives Druckbild möglich ist. Auch zeigt das Display frühzeitig an, sobald der Tinten- oder Solvent-Vorrat zur Neige geht oder eine Wartung ansteht. Entsprechende Anschlüsse und Schnittstellen ermöglichen eine Verbindung zu Lampen oder Hupen, die in solchen Fällen ebenfalls Signale senden können.
Sollen Verbrauchsmaterialien nachgefüllt oder Filter gewechselt werden, zeigt das System dies zwar an, stoppt aber nicht den Druckvorgang. Daher kann das Personal diese Arbeiten bequem bei nächster Gelegenheit erledigen – beispielsweise zwischen zwei Schichten. Durch einen serienmäßigen Ethernet-Anschluss lassen sich die Linx-Modelle von jedem PC aus per Web-Browser überprüfen. Bei MC-Bauchemie laufen die Systeme meist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Will der Betreiber die Drucker trotzdem einmal abschalten, so reicht dazu ein Knopfdruck. Daraufhin erfolgen vollautomatische Reinigungs- und Spülsequenzen, im Zuge derer das Drucksystem alle Leitungen reinigt, leert und die winzige Düse durchspült. Auch das endgültige Trennen vom Stromnetz erledigt der Drucker von ganz alleine.

Mehr Zeit zum Tüfteln
„Meine Mitarbeiter und ich können mit wenigen Handgriffen die gewünschten Texte anlegen oder verändern. Alles andere machen die Drucker von alleine“, lobt Fyrk die einfache Bedienung. Überzeugend ist für ihn auch das gute Schriftbild. Am Standort Bottrop bedruckt das Unternehmen seine Produktverpackungen derzeit mit ein- bis zweizeiligen Kennzeichnungen mit Produktionsdatum, Chargen- und sonstigen Herstellerinformationen. Für die Zukunft ist allerdings geplant, die Informationen im Rahmen von Industrie 4.0 in Barcodes zu verschlüsseln und somit maschinenlesbar zu machen. Auch das ist mit den Geräten problemlos möglich. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Entscheidung, die Drucker auch nach der Probezeit von zwei Wochen einzusetzen, war die Prozessstabilität: Betriebsleiter Michael Schilf fiel auf, dass die Kosten für das Lösungsmittel Solvent im ersten Augenblick zwar höher sind als bei anderen Systemen. Diese Investition wird jedoch durch erhöhte Produktionssicherheit, minimalen Reparaturaufwand und verringerte Ausfallzeiten mehr als wettgemacht. „Wenn ich mir vorstelle, dass unsere Produktion wegen eines Problems bei der Kennzeichnungstechnik auch nur eine Stunde stehenbleiben müsste, dann würde das jeden weiteren Kostenrahmen sprengen. Aber die Continuous-Inkjet-Drucker haben uns von Anfang an überzeugt. Und jetzt laufen und laufen sie …“

Powtech 2016 Halle 1 – 235

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Heftausgabe: April 2016

Über den Autor

Antoinette Aufdermauer, Marketing- Referentin, Bluhm Systeme
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