Wettbewerbsfähig mit sicherer Stromversorgung

Installation einer Mittelspannungsschaltanlage

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07.10.2016 Bei Kronos Titan, Nordenham, hat der Industriedienstleister Wisag im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen eine der derzeit modernsten Mittelspannungsschaltanlagen installiert.

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Entscheider-Facts für Anlagenplaner, -bauer und -betreiber

  • Eine gesicherte Stromversorgung verringert das Risiko von Ausfällen und steigert Anlagenverfügbarkeit und Effizienz. Im internationalen Wettbewerb ist dies ein wichtiger Faktor.
  • Wichtig beim Einbau einer modernen Schaltanlage sind die Integrationsfähigkeit in das bestehende System sowie die Möglichkeit, auch bei zukünftigem Ausbau weitere Erweiterungen vornehmen zu können.
  • Industriedienstleister können die nötigen Modernisierungsarbeiten mit der notwendigen Präzision und Fachkenntnis durchführen und bieten außerdem langfristige Wartungsverträge an.

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Die in Präzisionsarbeit installierte 6-kV-Schaltanlage ließ sich bei laufendem Betrieb in das bestehende System integrieren und bietet Raum für weiteren Ausbau.

Effizient produzieren und Kosten einsparen – nur so können Industrieunternehmen in Deutschland wettbewerbsfähig bleiben. Störungen und Ausfälle bei Produktionsanlagen und -maschinen können erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Deswegen spielt nicht nur die Instandhaltung, sondern auch die Stromversorgung von Produktionsanlagen heute für viele Unternehmen eine wichtige Rolle. Eine optimale elektrische Energieversorgung verbessert die Anlagenverfügbarkeit, steigert die Effizienz und senkt Kosten.

Am Standort Nordenham des Unternehmens Kronos Titan, dem größten deutschen Produzenten von Titandioxid-Pigmenten, haben die Mitarbeiter des Industriedienstleisters Wisag im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen eine Mittelspannungsschaltanlage installiert. Die Jahresproduktion des 1969 in Betrieb genommenen Werkes liegt bei 550.000 t Titandioxid. Das Werk verfügt nach dem Umbau über eine Schaltanlage nach aktuellem Stand der Technik. „Die chemische Industrie steht mit ihren Produkten in einem harten internationalen Wettbewerb“, erläutert Olaf Steinhardt, EMSR-Ingenieur im Werk Nordenham. „Ein wichtiger Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieser Produkte ist eine bestmögliche und zuverlässige Energieversorgung.“

Integrationsfähig, ausbaufähig, kompatibel

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Bilder: Wisag Industrie Service

Die elektrische Stromversorgung der Produktionsanlagen erfolgt am Standort Nordenham über ein eigenes 6-kV-Werksnetz mit isolierter Sternpunktbehandlung. Die Einspeisung der 6-kV-Industrie-Schaltanlage geschieht vorrangig über einen 110/6-kV-Transformator und im Bedarfsfall über einen 20/6-kV-Reservetransformator. Beide Netzanschlusspunkte sind unabhängig voneinander. Vorrangig deckt ein eigenes Gas-und-Dampfkraftwerk den Energiebedarf. Überschüssige Energie wird in das vorgelagerte Netz ausgespeist.

Im Zuge der Erneuerung legte der Dienstleister besonderes Augenmerk auf die Integrationsfähigkeit von zwei weiteren 6-kV-Unterstationen und errichtete hierfür eine komplett neue 6-kV-Schaltanlage in einem neuen Anlagengebäude. Dieses Gebäude errichtete der Auftraggeber selbst. Anforderungen an die Anlage waren, ausbaufähig und mit den vorhandenen Anlagen sowie der Leittechnik vor Ort kompatibel zu sein.
Vor der eigentlichen Montage der Schaltanlage war das Vorbereiten eines Flureisenrahmens als Aufstellfläche nötig. „Die Arbeiten erforderten ein hohes Maß an Genauigkeit, da hier lediglich eine Toleranz von einem Millimeter pro Meter zugelassen ist“, beschreibt Henrik Dalchow, Projektleiter bei der Wisag Elektrotechnik in Bremen. „Eine weitere Herausforderung war die Positionierung der ersten Schaltfelder auf den jeweiligen Flureisenrahmen. Dadurch, dass im Endstadium die Anlagenlänge ein beträchtliches Maß annimmt, musste auch hier mit einem hohen Maß an Präzision gearbeitet werden, damit die Anlage nicht aus der Flucht läuft.“

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Heftausgabe: Oktober 2016
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Ilka Klein, Referentin Unternehmenskommunikation, Wisag

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Ilka Klein, Referentin Unternehmenskommunikation, Wisag
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