Tragfähige Systemlösung

Komplettlösungen zur Tragekonstruktion machen Projekte effizienter

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13.11.2015 Durch den zunehmend härteren internationalen Wettbewerb und individuelle Kundenanforderungen nehmen die Herausforderungen im Industrieanlagenbau zu. Der Faktor Zeit ist für den Chemieanlagenbau und für die Pharmaproduzenten der wichtigste Treiber. Wie Systemlösungen bei der Tragekonstruktion dabei helfen, Projekte schneller abzuwickeln, erfahren Sie hier.

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Entscheider-Facts Für Planer

  • Werden Lieferanten bereits in der FEL-Phase eingebunden, können individuelle Lösungen mit klaren Vorgaben für den weiteren Projektverlauf standardisiert und im Projekthandbuch dokumentiert werden.
  • Das selbsterklärende Montagesystem erfordert für das Erstellen von Rahmenkonstruktionen nur drei bis vier Bauteile. Es ist an allen Seiten stufenlos adaptierbar.
  • Für die Planung wurde ein neues intelligentes Werkzeug für Smart 3D entwickelt.

Flexible und modulare Lösungen und Serviceleistungen ermöglichen es, die Abwicklungszeit im Anlagenbau zu verkürzen und Kosten zu senken. Ein Schlüssel dazu sind Lieferanten, die als Partner frühzeitig in die verschiedenen Projektphasen eingebunden werden. Dies wird mit Komplettlösungen erreicht, bei denen der  ehemals reine Produktlieferant als Systemanbieter auftritt. In der Projektabwicklung werden verschiedene Leistungsbereiche und Phasen unterschieden: Basic, Exten-ded Basic / FEL, Detail-Engineering, Beschaffung, Bau und Montage, Inbetriebnahme und Dokumentation. Wird der Lieferant bereits in der FEL-Phase eingebunden, können individuelle Lösungen mit klaren Vorgaben für den weiteren Projektverlauf standardisiert und im Projekthandbuch dokumentiert werden. So lassen sich Schnittstellen reduzieren, was die Umsetzung durch Kontraktoren erleichtert. Bei Tragekonstruktionen und Halterungen liegt der Fokus auf folgenden Punkten:

  • Definition der Projektspezifikationen und Ausführungen unter Berücksichtigung der Rohrklassen so-wie lokaler Normen
  • gewerkeübergreifende Planung in den Bereichen Prozess, Elektro, Brandschutz (bei Pharma-Projekten ebenso TGA-Gewerke)
  • statische Vorbetrachtung von Haupttrassen und
  • Steigzonen
  • Bereichsdefinition für Vorfertigung und Modulbauweise
  • Beschaffungs- und Logistikkonzept
  • Steuerung und Koordinierung der Montage sowie des Baustellenmanagements.

Detail-Engineering durch Planungstool vereinfacht
Im Projektgeschäft werden Planungshorizonte immer kürzer. Nicht selten überschneiden sich Detail-Engineering und Montagephase. Umso wichtiger ist es, gemeinsam mit Lieferanten Lösungen zu erarbeiten – in der Praxis kann dadurch die Qualität im Projekt erhöht werden. Für Tragekonstruktionen ermöglicht beispielsweise die Systemfamilie Framo eine sehr hohe Flexibilität. Das System Framo 80 wurde um die Profile 100/100 und 100/160 erweitert, wodurch Planer Tragwerke auch für große Bauteile ohne Schweißtechnik planen können. Die Lösungen entsprechen den Regelwerken Eurocode 3 bis hin zur Zertifizierung nach DIN EN 1090.

Bei der Planung werden anhand eines projektspezifischen Handbuchs vor Projektstart die Systeme und rohr­umschließenden Bauteile definiert und festgelegt. Daraus resultieren einheitliche Vorgaben für das Detail-Engineering z. B. in PDS, PDMS, S3D. Die rechtzeitige Einrichtung und Zuordnung nach Rohrklassen vereinfacht den Planungsvorgang und stellt sicher, dass die Tragwerke regelwerkskonform umgesetzt werden. Mögliche Fragen zum Brandschutz, der Erdbebensicherheit und zu statischen Berechnungen werden im Vorfeld gemeinsam geklärt. Dazu kommt, dass Fachplaner auf die einfach zu handhabenden Belastbarkeitstabellen und nachgewiesenen Komplettkonstruktionen zurückgreifen können.

Für die Planung wurde ein neues intelligentes Werkzeug für Smart 3D entwickelt, das mit vordefinierten Typen arbeitet. Mit wenigen Eingaben lassen sich darin komplexe Konstruktionen direkt im 3D-Modell platzieren. Zeichnungen inklusive MTO-Report und Stücklisten lassen sich automatisch aus dem Modell ableiten. Der Einsatz des Tools ermöglicht es, die Planungszeit um bis zu 30 % zu reduzieren.

Heftausgabe: November 2015
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Über den Autor

Thomas Bernard ist Leiter Industrie- und Anlagenbau bei Sikla
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