Drei kontinuierliche Verfahren

Kontinuierliche Produktionslinie Modcos

04.01.2016 Modcos lautet der Name der kontinuierlichen Produktionslinie von Glatt. Eine Umstellung von etablierten und genehmigten Arzneien auf kontinuierlich produzierende Verfahren gilt als aufwändig und kostspielig. Deshalb liegt der Fokus der pharmazeutischen Industrie auf neu zu entwickelnden Pharmaprodukten. Teile der Branche erhoffen sich durch Umstellung auf eine kontinuierliche Produktion in etwa 70 % der künftigen Neuprodukte auf diesem Wege herstellen zu können. So wäre der Weg frei zu deutlich mehr Wirtschaftlichkeit, da kontinuierliche Produktionsanlagen die Chance bieten, mehrere Leistungsstufen innerhalb einer Produktionslinie zu realisieren.

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Entscheider-Facts

  • Steuerung der gesamten Linie
  • einfache Integration von PAT-Systemen
  • genaue Kenntnis der Verweilzeit

Bild für Post 55767

Die Produktionslinie beinhaltet drei kontinuierliche Granulationverfahren (Bild: Glatt)

Von ersten klinischen Studien bis zur Herstellung – alles in einer Anlage. Das bei Batchprozessen übliche Scale-up entfällt, für kleine Produktionsmengen wird die Anlage nur kurz betrieben, große Mengen werden durch lange Laufzeiten realisiert. Zusätzlich wird von einer deutlichen Qualitätsverbesserung ausgegangen: Online-Messtechnik gewährleistet ständige Qualitätskontrolle und ermöglicht die kontinuierliche Regelung des Prozesses. Die größte Fehlerquelle im pharmazeutischen Herstellungsprozess ist der Mensch, diese ist im kontinuierlichen Betrieb weitestgehend ausgeschlossen. Zudem geht kontinuierliche Produktion mit einer Prozessverdichtung einher (kleinere Anlagenvolumina). Dadurch lassen sich Prozesse besser regeln, was wiederum qualitätsbestimmend ist. Und letztlich zu einem deutlich kleineren footprint der Produktionslinien führt.

Powtech 2016 Halle 3 – 341

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