Pumpenindustrie

KSB ändert Rechtsform und erweitert Vorstand

11.05.2017 Alles neu macht der Mai – diesen Ausspruch hat der Pumpenbauer KSB beherzigt: Das Unternehmen hat auf seiner Hauptversammlung seine Rechtform geändert. Außerdem hat der Vorstand ein neues Mitglied.

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Die KSB Aktiengesellschaft, Muttergesellschaft des KSB Konzerns, soll künftig eine „Kommanditgesellschaft auf Aktien“ sein und dann als KSB SE & Co. KGaA firmieren; die Leitung soll der Verwaltungsrat der KSB Management SE übernehmen. Der Antrag erhielt knapp 94 % der in der Versammlung vertretenen Aktionärsstimmen. Die Johannes und Jacob Klein GmbH (vormals Klein Pumpen GmbH), Tochter der gemeinnützigen KSB Stiftung, verfügt über rund 83 % der stimmberechtigten Stammaktien.

Rechtsform soll strategische Flexibilität erhöhen

Mit dem Rechtsformwechsel soll der Zugang zum Eigenkapitalmarkt erleichtert werden. Aktuell müsste die Mehrheitsaktionärin Klein Pumpen GmbH, um ihren Einfluss zu behalten, bei einer Kapitalerhöhung entsprechend viele Aktien erwerben. Durch den Formwechsel wird dieser Einfluss von der Höhe der Kapitalbeteiligung unabhängig, was die strategischen Optionen von KSB erweitert.

Die Aktionäre der KSB Aktiengesellschaft werden mit diesem Schritt automatisch Anteilseigner der KSB SE & Co. KGaA, die Anzahl der Stamm- und Vorzugsaktien bleibt unverändert. Auf die Arbeitnehmer und ihre Arbeitsverhältnisse hat die Wahl der neuen Rechtsform keine Auswirkungen.

Mit großer Mehrheit wählten die Aktionäre in der Hauptversammlung außerdem vier Aufsichtsratsmitglieder, die 2017 erstmals per gerichtlicher Bestellung in das Gremium gekommen waren. Dr. Bernd Flohr, der die Veranstaltung als Ratsvorsitzender leitete, sowie Monika Kühborth, Oswald Bubel und Klaus Burchards werden dem Gremium in den kommenden Jahren angehören.

Ehemaliger Siemens-Manager wird KSB-Vorstand

Ralf Kannefass, 49, verstärkt ab 1. Juli 2017 den KSB-Vorstand. Der frühere Siemens-Manager ist am 1. April 2017 in das Unternehmen eingetreten und leitet dort den globalen Verkauf. In seiner neuen Funktion soll er sich vorrangig den Bereichen Vertrieb und Service widmen.

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Mit Ralf Kannefass stößt ein ehemaliger Siemens-Manager in den Vorstand des Pumpenbauers. (Bild: KSB)

Das künftige Vorstandsmitglied hat Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften an der RWTH Aachen studiert. Bis 2014 war er im Vorstand des bayerischen Unternehmens Cassidian (heute Airbus Defense & Space) tätig. Vor seinem Eintritt bei KSB leitete er ein eigenes Beratungsunternehmen. Die Aufgaben des KSB-Vorstands nimmt Kannefass im zweiten Halbjahr gemeinsam mit Dr. Peter Buthmann und Dr. Matthias Schmitz wahr.

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