KSB verschiebt Wachstum auf 2015 und strukturiert um

30.03.2015 Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB plant für 2015 ein Umsatzwachstum, nachdem der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2014 um fast 3 % zurückgegangen war. Steigern will sich das Unternehmen in allen drei Segmenten – Pumpen, Armaturen und Service. Dafür will der Konzern die Kosten auf mehreren Strukturebenen senken und schließt auch Kürzungen in der Belegschaft nicht aus.

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KSB verschiebt Wachstum auf 2015 und strukturiert um

Um seinen Umsatz wieder zu steigen, strukturiert KSB um: Unter anderem verlegt der Konzern die Unterwasserpumpen-Produktion an den Standort Frankenthal (Bild: KSB)

Im Geschäftsjahr 2014 verzeichnete der Konzern mit rund 2,18 Mrd. Euro Umsatz einen Rückgang von 2,9 % gegenüber dem Vorjahr (2013: 2,25 Mrd. Euro). Als Ursache führt die Geschäftsleitung vor allem negative Währungseffekte in Höhe von rund 53 Mio. Euro an. Den Auftragseingang steigerte der Konzern um 80 Mio. Euro auf 2,32 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern ging auf 72,6 Mio. Euro (2013: 119,4 Mio. Euro) zurück.

Für 2015 rechnet der Vorstand mit einem erhöhten Auftragseingang und höherem Umsatz. Wachstumsimpulse seien aus der Industrie sowie aus Kraftwerken in China und Indien zu erwarten. Außerdem will der Konzern sein Geschäft mit Service, Ersatzteilen und Austauschaggregaten verstärken.

Um die Ergebnissituation zu verbessern, sollen bereits angelaufene Restrukturierungsprojekte am deutschen Standort und in den chinesischen Tochterunternehmen weiterlaufen – das soll nach Unternehmensangaben zu einem Personalrückgang in der Gesamtbelegschaft führen. Zahlen dazu nennt der Konzern bisher nicht.

Weitere geplante Umstrukturierungen sind ein Wechsel der europäischen Produktion von Unterwassermotorpumpen von Homburg nach Frankenthal bis Ende 2015 sowie der Rückzug von den Standorten der 2012 übernommenen Smedegaard-Gruppe in Dänemark, Großbritannien und der Schweiz. Im britischen Bridgwater verbleibe allerdings eine Vertriebs- und Serviceeinheit. Die dortige Produktion gebäudetechnischer Pumpen soll künftig vor allem in Ankara sowie in Frankenthal und Alphen, Niederlande, erfolgen.

Hier finden Sie den vollständigen Geschäftsbericht von KSB.

(su)

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