Geschäftszahlen

KSB wächst weiter

14.11.2017 Mehr Aufträge, etwas mehr Umsatz: Pumpenhersteller KSB hat in seinem Bericht zum dritten Quartal das Wachstum des Konzerns bestätigt. Treibende Kraft sind Aufträge aus der Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie dem Bergbau.

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Verwaltungsgebäude Frankenthal

KSB-Verwaltungsgebäude in Frankenthal. (Bild: KSB)

Von Januar bis September hat KSB Aufträge im Wert von 1.717,0 Mio. Euro verbucht. Dies sind 122,0 Mio. Euro und damit 7,6 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz blieb im Berichtszeitraum mit einem Plus von 33,6 Mio. Euro (+ 2,1 %) auf 1.624,3 Mio. Euro noch hinter dem Auftragseingang zurück. Grund sei das in den Vorjahren schwächere Projektgeschäft, in dessen Folge im Berichts­zeitraum weniger Großaufträge zur Erledigung anstanden, teilt das Unternehmen mit.

Neuinvestitionen und Ersatzbedarf

Das Wachstum stützt sich vor allem auf eine gute Entwicklung der außereuropäischen Gesellschaften. Die kräftigsten Zuwächse verzeichnete der Pumpen- und Armaturenhersteller bei Aufträgen aus der Wasser- und Abwasserwirtschaft, der Industrie sowie aus dem Bergbau. In den wichtigen Segmenten Industrie und Wasser / Abwasser war die Nachfrage in den ersten neun Monaten sowohl von Neuinvestitionen als auch von Ersatzbedarfen geprägt. Im Bergbau gab es hingegen im Wesentlichen keine Auftrags­vergaben zu neuen Projekten; Minenbetreiber investierten aber wieder verstärkt in die technische Ausrüstung bestehender Anlagen. Der Markt der Energiegewinnung war insgesamt rückläufig, allerdings kamen Nachfrageimpulse aus den großen asiatischen Ländern.

Das Umsatzplus im Konzern resultierte aus den Aufträgen für Pumpen und Service­leistungen. Der Armaturenumsatz lag dagegen Ende September unter dem vergleich­baren Vorjahreswert. Dies ist außer auf die Nachfrageschwäche bei Absperrklappen für Flüssiggastanker zu einem kleineren Teil auf die Veräußerung des Armaturen­geschäfts einer Gesellschaft in den USA zurückzuführen. Zu der positiven Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz haben Währungseffekte in Höhe von jeweils rund 10 Mio. Euro beigetragen. Diese gehen hauptsächlich auf die gegenüber dem Euro veränderten Wechselkurse des brasilianischen Real und des süd­afrikanischen Rand zurück.

Positive Effekte aus Effizienzsteigerungsprogramm

In den ersten drei Quartalen hat KSB das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum „erheblich gesteigert“ und damit die Prognose aus dem Geschäftsbericht bestätigt. Zu dem verbesserten Ergebnis haben der erhöhte Umsatz sowie gegenüber dem Vorjahr geringere Einmal- und Restrukturierungskosten beigetragen. Hinzu kamen positive Effekte aus dem Effizienzsteigerungsprogramm, das darauf zielt, die Material-, Personal- und Sach­kosten deutlich zu verringern. Im Zuge dieses Programms verringerte sich auch die Zahl der Angestellten im Konzern in den vergangenen zwölf Monaten um 344 auf 15.539.  Der Saldo aus verzinslichen Geldwerten und Finanzschulden (Nettofinanzposition) lag am 30. September auf dem Niveau des Vorjahresendwerts von 260 Mio. Euro.

Mit der Berufung Dr. Timmermanns werden dann bis Jahresende fünf Vorstandsmitglieder das Unternehmen leiten. Dr. Peter Buthmann (65) wird, wie schon berichtet, Ende Dezember 2017 planmäßig aus dem Gremium ausscheiden.

Dr. Stephan Timmermann (56) wird zum 13. November 2017 Sprecher des Vorstandes der KSB Aktiengesellschaft. Bild: KSB

Die Prognose für 2017 erhält KSB weiter aufrecht. Für das Gesamtjahr ist eine deutliche Steigerung des Auftragseingangs zu erwarten, die sich sowohl auf eine positive Entwicklung des Standardgeschäfts als auch eine Belebung des Projektgeschäfts stützt. Der Umsatz kann der Auftragsentwicklung erwartungsgemäß noch nicht folgen, da neue Projektaufträge, die sich bereits in der Abwicklung befinden, erst im Verlauf der nächsten Jahre umsatzwirksam werden. Daher steht für 2017 unverändert ein annähernd gleichhohes Umsatzniveau wie im Vorjahr in Aussicht. Das Konzernergebnis vor Steuern wird auch im Jahresvergleich erheblich über dem des Vorjahres liegen. Die operativen Chancen und Risiken haben sich gegenüber der im Halbjahresfinanzbericht dargestellten Situation nicht verändert.

Im laufenden Jahr hat der KSB-Aufsichtsrat mit Dr. Matthias Schmitz, Ralf Kannefass und Dr. Stephan Bross drei neue Vorstandsmitglieder berufen. In der kommenden Woche wird das Unternehmen mit Dr. Stephan Timmermann zudem wieder einen Vorstandssprecher erhalten.

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