Mietgeräte erhalten Kühlleistung im Schadensfall aufrecht

Kühlen Kopf bewahren

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01.07.2011 Bei Feuer oder auch dem Ausfall von Geräten müssen Betreiber die Kühlleistung im Prozess erhalten, um die Qualität ihrer Produkte zu garantieren. Dabei sind Mietgeräte zur Kühlung eine kostengünstige und schnell verfügbare Alternative zu Kaufgeräten.

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Unerklärliche, langfristige Stromstörungen, Räumungen auf Anordnung der Feuerwehr aufgrund eines Feuers in Nachbargebäuden – fast täglich werden Unternehmen mit Situationen konfrontiert, aufgrund derer ihr Betrieb für kurze oder längere Zeit angepasst oder sogar ausgelagert werden muss. Nach einem Schadensereignis hat die Wiederaufnahme des Betriebs höchste Priorität. Dazu bedarf es oft sofort einsetzbarer Kühlgeräte, beispielsweise um Rohstoffe, Halbfabrikate und Endprodukte innerhalb festgelegter Temperaturgrenzen zu verarbeiten und zu lagern. Die benötigten Kühlgeräte, Wärmetauscher, Tiefkühlräume und Kaltwassersätze vor Ort zu bringen, ist nicht so einfach wie man vielleicht zunächst denkt. Denn Kühlgeräte sind im Allgemeinen groß, schwer, kapitalintensiv und müssen Gesetze und Rechtsvorschriften erfüllen. Bei ihrer Inbetriebnahme müssen außerdem zahlreiche Details wie Größe, Spannungen und Montage Beachtung finden.

Täglich gehen bei einem Kältetechnik-Vermieter Notanfragen aus dem Produktions- und Verarbeitungssektor oder der chemischen Industrie ein. Die Gründe für Anfragen reichen von einer umfangreichen Störung bis zu Eilreparaturen oder unvorhersehbaren Erweiterungen der Produktion. „Eine Notanfrage kommt zu den verrücktesten Zeiten rein und dann müssen wir sofort in Aktion kommen“, erklärt Michael Tuda, Verkaufsleiter Deutschland. Er weiß, dass Unternehmen bezüglich des Einsatzes von Kühlgeräten unterschiedlich gut auf Notfälle vorbereitet sind. Manchmal wurden Katastrophenpläne bis ins letzte Detail ausgearbeitet, manchmal jedoch etwas allgemeiner abgefasst. Doch auch bei einer noch so guten Vorbereitung läuft es in der Praxis fast immer anders als gedacht. Tuda erläutert: „Was macht man beispielsweise, wenn auch der Notstandort unzugänglich ist? In Notsituationen kommt es immer auf das Improvisationstalent und auf Tatkräftigkeit an.“

Temporäre Lösung bietet Flexibilität

Notvorrichtungen, wie ein mobiles Klimagerät in Kombination mit einer Pumpe und einem Kaltwassersatz (Chiller), kann der Kältespezialist innerhalb weniger Stunden installieren. Das verringert die Risiken eines Leistungsausfalls erheblich. Doch auch bei umfangreicheren Produktions- und Lagerräumen ist schnelle und adäquate Hilfe essenziell. So rief ein großes Verarbeitungsunternehmen aus der Kunststoffindustrie die Kältetechniker zur Hilfe, als an einem umfangreichen Produktionsstandort eine Kühlmaschine längere Zeit ausfiel. Fünf Monate lang hielt ein gemieteter Kaltwassersatz die Klimaanlage in Betrieb. Die Endprodukte behielten die vorgeschriebene Temperatur und auch die Mitarbeiter bewahrten einen kühlen Kopf. Vor dem und im Notfall gibt es fünf Punkte, die zu bedenken sind:

Inventarisieren Sie, welche Kühlgeräte im Hause sind und wie diese sich vorübergehend durch mobile Industriekühlsysteme ersetzen lassen.
Wo lassen sich die temporären Kühlgeräte aufstellen und wie können Sie dafür sorgen, dass Anlieferung und Abtransport möglichst problemlos erfolgen?
Wählen Sie im Voraus einen flexiblen und erfahrenen Lieferanten.
Wägen Sie Preis, Leistung und Qualität des Lieferanten gründlich ab.
Besprechen Sie den Katastrophenplan regelmäßig mit dem Lieferanten, ob Sie vielleicht etwas übersehen haben.

Wenn nach einem Schadensereignis temporäre Kühlgeräte aufgestellt werden, ist es logisch, sie zu mieten – weniger logisch ist, permanent aufgestellte Geräte zu mieten. Doch schalten immer mehr Unternehmen auf Mieten statt Kaufen um. „Wir hören von Kunden, dass sie die Flexibilität des Mietens als großen Pluspunkt empfinden“, berichtet Tuda. „Man kann die Kühlleistung jeweils dem Bedarf entsprechend erweitern. Bei der All-in-Formel hat man außerdem nur einen Ansprechpartner und nur einen Kostenposten für alles, was mit Kühlen zu tun hat. Das vereinfacht Management- und Verwaltungsprozesse.“

Heftausgabe: Juli 2011

Über den Autor

Constantijn Vermeulen, Marketingkoordinator, Coolworld
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