Lanxess: Anlage für Lederchemikalien in China in Betrieb genommen

18.04.2013 Lanxess, Leverkusen, hat eine neue Anlage für Lederchemikalien im chinesischen Changzhou in Betrieb genommen. Das Werk ist mit einer Kapazität von bis zu 50.000 t/a das größte seiner Art in China. Weitere Investitionen in Höhe von 35 Mio. Euro für F&E-Einrichtungen sowie Lager- und Transporteinrichtungen sind dort vorgesehen.

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Lanxess: Anlage für Lederchemikalien in China in Betrieb genommen

Das neue Lanxess-Werk für Lederchemikalien in Changzhou hat eine Kapazität von bis zu 50.000 t/a und ist damit das größte seiner Art in China (Bild: Lanxess)

Das Chemieunternehmen stärkt damit seine Stellung als ein führender Anbieter von nachhaltigen Lederchemikalien auf dem chinesischen Markt. Das Unternehmen hat 30 Mio.Euro in die Anlage im Changzhou Yangtzse Riverside Park investiert und schafft damit 150 neue Arbeitsplätze.

In dem Werk wird für den chinesischen Markt die gesamte Produktpalette des Unternehmens von Premium-Lederchemikalien produzieren, unter anderem die Produkte Tanigan, Isoderm, Euderm und Levotan, die für das Gerben, das Färben und die Veredelung von Leder eingesetzt werden. Als weltgrößter Hersteller von Lederprodukten und einer der größten Abnehmer ist China der größte Markt für Lederchemikalien. Besonders der Markt für Automobilleder soll in den kommenden Jahren stark wachsen.

„Mit dem neuen Werk können wir schnell und effektiv auf die konstante Nachfrage der Industrie nach innovativen und hochentwickelten Chemikalien reagieren, die für die Verarbeitung und Veredelung von hochwertigen Lederprodukten unerlässlich sind“, sagte Axel C. Heitmann, Vorstandsvorsitzender von Lanxess.

Am Standort Changzhou baut Lanxess neben dem Werk für Lederchemikalien zurzeit eine Anlage für EPDM-Kautschuk. Diese stellt mit einem Volumen von 235 Mio. Euro die bisher größte Investition des Unternehmens in China dar. Der Bau verläuft nach Plan. Um die weitere Entwicklung von innovativen Produkten und Anwendungen zu fördern, stellt das Chemieunternehmen im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Changzhou National Hi-Tech District weitere 35 Mio. Euro für den Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums sowie der Einrichtungen für die Lagerung und den Transport von chemischen Produkten zur Verfügung.

„Mit den Investitionen unterstreichen wir die Bedeutung des Standorts Changzhou. Dieser wird ein wichtiges Produktionszentrum für Lanxess, um unsere Kunden im lokalen Markt mit maßgeschneiderten Produkten zu beliefern“, sagte Chien Ming Cheng, CEO von Lanxess Greater China. China ist ein Eckpfeiler der globalen Wachstumsstrategie des Herstellers. Das Unternehmen erwirtschaftete 2012 in Greater China (China, Hongkong, Taiwan, Macao) einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Dort sind alle 14 Business Units an elf Standorten mit insgesamt rund 1.000 Mitarbeitern vertreten.

(dw)

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