Lanxess bekräftigt nach starkem 2. Quartal Prognose für 2012

13.08.2012 Der Chemiekonzern Lanxess, Leverkusen, steigerte das Ebitda vor Sondereinflüssen im 2. Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 % auf 362 Mio. Euro. Der Umsatz wuchs um 8,1 % auf 2,42 Mrd. Euro. Aufgrund von Sonderaufwendungen liegt das Konzernergebnis mit 176 Mio. Euro 2,8 % niedriger als im Vorjahreszeitraum.

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Lanxess bekräftigt nach starkem 2. Quartal Prognose für 2012

Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes erzielt Lanxess mit Kautschuken. Im Bild: Kautschuk-Produktion im Werk Zwijndrecht (Bild: Lanxess)

„Wir sehen unsere Einschätzung der saisonalen Entwicklung bestätigt und halten an dem Ziel fest, das Ebitda vor Sondereinflüssen im laufenden Jahr um 5 bis 10 Prozent zu steigern“, sagt der Lanxess-Vorstandsvorsitzende Axel C. Heitmann. Der Umsatz wuchs vor allem aufgrund von Währungseffekten und Preissteigerungen. In allen drei Geschäftssegmenten wurden höhere Rohstoffkosten vollständig in den Markt weitergegeben. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 14,9 % auf Vorjahresniveau. Der Konzerngewinn sank aufgrund von Umbaumaßnahmen im Segment Performance Chemicals leicht um 3 % auf 176 Mio. Euro.

Das Segment Performance Polymers weitete den Umsatz im 2. Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahr um gut 11 % auf 1,43 Mrd. Euro aus. Steigende Rohstoffkosten, insbesondere für Butadien und Isobutylen, wurden durch Preiserhöhungen zeitnah in den Markt weitergegeben. Einen wesentlichen Umsatzbeitrag leisteten zudem ein positiver Portfolioeffekt aus der Akquisition des Keltan-EPDM-Geschäfts sowie vorteilhafte Währungseinflüsse. Die Region Asien/Pazifik erwies sich als besonders starker Wachstumstreiber. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um gut 12 Prozent auf 257 Millionen Euro.

Unterstützt von einer starken Nachfrage nach Agro-Chemikalien stieg der Umsatz im Segment Advanced Intermediates im zweiten Quartal um 1 % auf 399 Mio. Euro. Unverändert schwach zeigte sich jedoch die Nachfrage aus der Bau- sowie der Lackindustrie. Die gestiegenen Rohstoffkosten wurden vollständig weitergegeben.

Der Umsatz des Segments Performance Chemicals wuchs im Jahresvergleich um gut 4 % auf 585 Mio. Euro. Höhere Rohstoffkosten im Segment wurden auch hier vollständig in den Markt weitergegeben. Das Ergebnis wurde von rückläufigen Bestellungen aus der Bau- und der Elektronikindustrie sowie von Wartungsstillständen in vielen Business Units beeinflusst.

Für das Geschäftsjahr 2012 geht Lanxess weiterhin von einer typischen Saisonalität aus. In Europa sieht das Chemieunternehmen bedingt durch die Euro-Schuldenkrise weiterhin eine nur schwache wirtschaftliche Entwicklung. Für Asien und Lateinamerika geht der Konzern von einem moderaten Wachstum aus. In den USA dürfte das Wachstum anhalten, gegebenenfalls mit einer leichten Abschwächung. Die Kosten für Rohstoffe und Energie werden in der zweiten Jahreshälfte anhaltend volatil erwartet.

(dw)

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