Lanxess erhöht Menthol-Produktionskapazitäten in Krefeld

26.07.2011 Der Spezialchemie-Konzern Lanxess erweitert seine Produktionsanlage für Menthol am Standort Krefeld. Die Baumaßnahmen, die am 20. Juli 2011 gestartet wurden, sollen laut Unternehmen in der ersten Jahreshälfte 2012 abgeschlossen sein und die bisherige Produktionsmenge verdoppeln. Damit reagiert das Unternehmen auf die große Nachfrage des globalen Marktes.

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Lanxess erhöht Menthol-Produktionskapazitäten in Krefeld

v.l.n.r.: Dr. Lutz Heuer, Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Dr. Hubert Fink beim Spatenstich für die Produktionserweiterung (Bild: Lanxess)

Durch seine Zusammenarbeit mit Symrise, einem Hersteller für Duft- und Geschmacksstoffe, ist Lanxess der weltweit größte Produzent für synthetisches Menthol und dessen Vorprodukt Thymol. Verwendet werden die Stoffe in der Dentalhygiene, bei der Herstellung von Süßwaren aber auch in den Bereichen Kosmetika und Pharma. Um die eigene Umweltbilanz zu verbessern, werden in der Anlage neben effizienten Katalysatoren Methoden zur Energierückgewinnung eingesetzt. Dabei handelt es sich um Eigenentwicklungen des Konzerns. Ebenfalls aus betriebseigener Produktion ist das als Ausgangsstoff für die Synthese benötigte Kresol.

Die Destillationskolonnen der Erweiterung stellen mit ihren bis zu 50 m Höhe eine Herausforderung für die Ingenieure dar. Dr. Lutz Heuer, Betriebsleiter bei Lanxess, erklärt: „Eine Kolonne dieser Größenordnung ist etwas Besonderes für unseren Betrieb. Dafür werden wir insgesamt drei Kräne einsetzen. Einer davon ist mit 900 Tonnen Tragkraft der größte in Deutschland verfügbare. Damit kann auch das schwerste Einzelteil, das 90 Tonnen wiegt, sicher aufgestellt werden.“

 

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