Markt

Lanxess in Marl: Standort schließt 2016

10.09.2015 Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat bekanntgegeben, seine Produktion am Standort Marl im Zuge der Neuausrichtung des Kautschukgeschäfts erst im ersten Quartal 2016 zu beenden. Ursprünglich war dieser Schritt für Ende 2015 geplant. Mit den 118 dort beschäftigten Mitarbeitern habe man sich auf Lösungen geeinigt.

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Der Lanxess-Standort Marl ist ab 2016 Geschichte. Der Konzern schließt das EPDM-Werk – die 118 Mitarbeiter erhalten neue Jobs im Konzern oder werden weitervermittelt. (Bild: Lanxess)

Der Konzern hat die Schließung um ein paar Wochen nach hinten verschoben. Damit wolle man den Abnehmern des in Marl produzierten EPDM-Kautschuks die Möglichkeit geben, ihre Anlagen auf EPDM-Kautschuktypen von anderen Konzernstandorten umzustellen.

Aktuell beschäftigt Lanxess in Marl 118 Mitarbeiter. Zusammen mit den Arbeitnehmer-Vertretern habe man sich auf einen Interessenausgleich und Sozialplan verständigt. Soweit möglich sollen den Mitarbeitern in Marl Stellen an anderen Konzernstandorten angeboten werden. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses seien nach den Regeln des Sozialplanes Abfindungszahlungen vorgesehen. Außerdem sollen die davon betroffenen Mitarbeiter die Möglichkeit erhalten, in eine Transfergesellschaft einzutreten, die sie weiter qualifiziert und an einen neuen Arbeitgeber vermittelt.

Grund der Werksschließung ist die Neuausrichtung des Geschäfts mit EPDM-Kautschuk. Damit will der Konzern die Wettbewerbsfähigkeit in diesem Bereich stärken. Aufgrund der geringen Kapazität sei die Anlage in Marl im Produktionsnetzwerk die am wenigsten wettbewerbsfähige.

Hier finden Sie eine vorhergehende CT-Meldung zum Thema.

(su)

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