Kapazitäts-Ausbau

Lanxess stärkt deutsche Standorte mit fast 100 Mio. Euro

16.03.2017 Der Kölner Spezialchemiekonzern Lanxess will bis 2020 seine Produktionsanlagen für chemische Zwischenprodukte ausbauen. Dazu sollen rund 100 Millionen Euro in bestehende Standorte in Deutschland und Belgien fließen.

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Den Produktionsstandort für Pigmente, Hochleitungskunststoffe und Spezialchemikalien in Krefeld baut Lanxess mit rund 40 Mio. Euro aus. (Bild: Lanxess)

Den Produktionsstandort für Pigmente, Hochleitungskunststoffe und Spezialchemikalien in Krefeld baut Lanxess mit rund 40 Mio. Euro aus. (Bild: Lanxess)

Der Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates investiert jeweils rund 40 Mio. Euro an den Standorten Leverkusen und Krefeld-Uerdingen in Nordrhein-Westfalen. Die übrigen Mittel fließen in den Ausbau von Anlagen in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sowie im belgischen Antwerpen. „Mit diesem Investitionsprogramm begleiten wir die dynamische Entwicklung unserer Kunden und ihrer Industrien“, sagte Lanxess-Vorstandsmitglied Hubert Fink. „Ein Großteil der geplanten neuen Kapazitäten ist bereits mit Kundenaufträgen hinterlegt.“

Wachsende Weltmarkt-Nachfrage

Am Standort Krefeld-Uerdingen ist wegen der wachsenden Nachfrage auf den Weltmärkten der Ausbau der Produktionen von Trimethylolpropan, Hexandiol und Mentholen vorgesehen. Trimethylolpropan und Hexandiol sind wichtig für Produkte beispielsweise in der Automobil-, Möbel- und Bauindustrie. Synthetisches Menthol ist ein wichtiger Bestandteil in zahlreichen Aromen und pharmazeutischen Produkten. Lanxess hat die Kapazitäten für diese Produkte bereits in den vergangenen Jahren sukzessive erhöht. Derzeit laufen die Planungen für die neuen Erweiterungen. Im kommenden Jahr sollen dann die Bauarbeiten beginnen.

Am Standort Leverkusen soll in diesem Jahr der Kapazitätsausbau der Spezialamine-Produktion beginnen. Diese dienen vorwiegend als Zwischenprodukt für die Weiterverarbeitung und im Bereich der Automobilindustrie. Ebenfalls im Laufe dieses Jahres wird Lanxess am Standort Brunsbüttel die Kapazität im MEA-Betrieb erweitern und dafür bis zu 15 Mio. Euro investieren. Die Abkürzung MEA steht für 2-Methyl-6-ethyl-anilin. Dieser Stoff dient unter anderem als Vorprodukt für Herbizide im Pflanzenschutz. Am belgischen Standort Kallo/Antwerpen wird der Konzern mit einem Betrag im mittleren einstelligen Mio.-Euro-Bereich seine Kapazitäten zur Produktion von Kautschukchemikalien erweitern.

 

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