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Lanxess plant Milliarden-Übernahme im Additiv-Geschäft

26.09.2016 Lanxess ist weiter auf Wachstumskurs: Der Spezialchemie-Konzern plant die Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Chemtura, einem Anbieter von Flammschutz- und Schmierstoff-Additiven, für 2,4 Mrd. Euro. Mit dieser größten Akquisition in seiner Geschichte will das Unternehmen sein eigenes Additiv-Portfolio ausbauen.

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Lanxess plant Milliarden-Übernahme im Additiv-Geschäft

Mit der Übernahme von Chemture setzt Matthias Zachert den Wachstumskurs seines Unternehmens fort. (Bild: Lanxess)

Beide Unternehmen haben eine Vereinbarung für die Übernahme unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Chemtura-Aktionäre 33,5 US-Dollar je ausstehender Aktie in bar erhalten. Das entspricht einer Prämie von 18,9 % gemessen am Schlusskurs des 23. September 2016 von 28,18 US-Dollar. Die Transaktion will Lanxess im Wesentlichen über Unternehmens- und Hybridanleihen sowie aus bestehenden liquiden Mitteln finanzieren. Die Transaktion wird voraussichtlich Mitte 2017 vollzogen und unterliegt noch der Zustimmung sowohl der Chemtura-Aktionäre als auch der zuständigen Kartellbehörden sowie weiteren für eine derartige Transaktion üblichen Bedingungen. Die erwarteten Synergie-Effekte aus der Transaktion betragen rund 100 Mio. Euro und werden voraussichtlich bis zum Jahr 2020 realisiert.

 

Chemtura beschäftigt weltweit rund 2.500 Mitarbeiter und ist an 20 Standorten in 11 Ländern aktiv. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Philadelphia, Pennsylvania, USA. Der börsennotierte Konzern erzielte in den vergangenen vier Quartalen einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro bei einem Ebitda vor Sondereinflüssen von etwa 245 Mio. Euro (Ebitda-Marge ca. 16 %). Rund 45 % seines Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in Nordamerika. Neben den Additiven zählen auch Urethane und Organometalle zum Portfolio.

 

„Mit dieser Akquisition formen wir einen Champion auf dem Gebiet der Additivchemie und stärken unser profitables Portfolio“, erklärt Matthias Zachert, Vorsitzender des Vorstands bei Lanxess. „Damit setzen wir unsere Strategie hin zu einem stabilen und ertragsstarken Chemieunternehmen konsequent weiter um. Wir bauen unsere wettbewerbsfähige Positionierung in den Märkten mittlerer Größe deutlich aus und erhöhen unsere Präsenz in der Region Nordamerika. Lanxess kommt damit einen weiteren und großen Schritt auf seinem Wachstumskurs voran.“

 

Neue Geschäftsfelder Urethane und Organometalle

Chemturas Geschäftsbereich Urethane ist ein großer Anbieter von Heißgieß-Prepolymeren und von speziellen, wässrigen Urethan-Dispersionen sowie Polyester-Polyolen. Dabei handelt es sich um Komponenten für spezielle Polyurethane, die vor allem in der Bau-, Bergbau-, Öl-/Gas-, Sport- und Elektronikindustrie zum Einsatz kommen. Beispielsweise werden Rollen für Förderbänder oder Inline-Skates aus diesen Polyurethanen gefertigt. Das Geschäft mit Urethanen will Lanxess in das Segment High Performance Materials integrieren, in dem das Geschäft mit Hochleistungs-Kunststoffen verankert ist. Auch bei den Organometallen zählt Chemtura zu den großen Unternehmen weltweit. Organometalle sind chemische Verbindungen, die unter anderem als Katalysatoren in der Polymer-Produktion oder zur Synthese von Feinchemikalien und Pharmazeutika zum Einsatz kommen. Dieses Geschäft wird künftig im Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates geführt.

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