Kapazitäts-Ausbau

Lanxess produziert mehr Eisenoxid-Pigmente

30.03.2017 Der Spezialchemie-Konzern Lanxess erweitert die Kapazität seines globalen Produktionsnetzwerkes für Eisenoxid-Pigmente, um die Versorgung seiner Kunden langfristig sicherzustellen.

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Bis 2019 will Lanxess seine Produktionskapazitäten von Eisenoxid-Pigmente auf 400.000 t ausbauen. (Bild: Lanxess)

In Krefeld-Uerdingen, Standort des weltweit größten Werks für synthetische Eisenoxid-Pigmente, erhöht das Unternehmen bis 2019 die Produktionskapazität von bislang 280.000 t schrittweise um rund 23.000 t Rot- und Schwarzpigmente. Darüber hinaus erweitert Lanxess auch an seinem Standort in Porto Feliz, Brasilien, durch Modernisierungsmaßnahmen seine Kapazitäten für Gelbpigmente um weitere 2.000 Jahrestonnen. Zuletzt hatte Lanxess durch die Inbetriebnahme seines Standortes in Ningbo, China, sein globales Produktionsnetzwerk ausgebaut. Die Syntheseproduktion der im ersten Quartal 2016 angelaufenen Anlage ist auf eine Jahreskapazität von 25.000 t Rotpigmente ausgelegt. Insgesamt erhöht Lanxess durch die genannten Maßnahmen seine Produktionskapazitäten weltweit bis 2019 von aktuell 375.000 auf rund 400.000 t Eisenoxid-Pigmente.

Steigende Nachfrage erwartet

Das Unternehmen erwartet für Eisenoxid-Pigmente über das Jahr 2018 hinaus ein jährliches globales Wachstum in Höhe von durchschnittlich 3 %. Als Grund nennt das Unternehmen das starke Wachstum in Ländern wie Indien und die anhaltende Erholung der Bauindustrie in Nordamerika sowie in Teilen von Europa. Dazu beitragen wird wohl auch China mit Wachstumsraten auf einem nach wie vor hohem Niveau.

Farben und Lacke sind der zweitgrößte Anwendungsbereich für synthetische Eisenoxid-Pigmente mit einem Viertel des weltweiten Gesamtverbrauchs – Tendenz steigend. „Bis 2025 sehen wir global für diesen Industriezweig einen jährlichen Anstieg der Eisenoxidnachfrage von durchschnittlich vier Prozent. Dabei wird aus unserer Sicht insbesondere die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Pigmenten mit global einheitlichen Standards zunehmen“, erläutert Jörg Hellwig, Leiter des Geschäftsbereichs Inorganic Pigments (IPG).

Konsolidierung des chinesischen Marktes setzt sich fort

China ist zwar der mit Abstand größte Produzent von synthetischen Eisenoxiden mit mehr als 50 % des weltweiten Angebots, die Anzahl an Produktionsstätten für synthetische Eisenoxid-Pigmente nimmt jedoch seit einigen Jahren kontinuierlich ab. Hier wirkt sich die konsequente Durchsetzung von Umweltregularien sowohl auf Seiten der Pigmenthersteller als auch auf Seiten der pigmentverarbeitenden Industrie aus. Seit 2008 hat sich die Anzahl an Produktionsstätten halbiert. Das hat eine Reduzierung des Angebotes zur Folge – insbesondere im Bereich der Rotpigmente. Lanxess erwartet, dass diese Konsolidierung künftig noch weiter voranschreitet.

Um eine zuverlässige und nachhaltige Versorgung der Kunden mit Eisenoxid-Rotpigmenten zu ermöglichen, hatte Lanxess zuletzt in den Bau eines Produktionsstandortes in Ningbo, China, investiert. Hier kommt der entwickelte Ningbo-Prozess zum Einsatz, der auf patentierter Technologie basiert. Die Entwicklung und Inbetriebnahme dieser Technologie, die erstmals eine umweltschonende Produktion gelbstichiger Rotpigmente ermöglicht und die hohen chinesischen Umweltstandards erfüllt, unterlag einer intensiven Entwicklungsphase. „Vor dem Hintergrund unserer hohen Qualitätserwartungen und gemäß unserer eigenen hohen Ansprüche an eine nachhaltige Produktion haben wir seit 2016 umfangreiche Testläufe durchgeführt. Diese Erprobungsphase ist nun weitestgehend abgeschlossen“, erklärt Hellwig.

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