Lanxess: Umsatzrückgang um 9 % in 2013

20.03.2014 Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat die am 26. Februar veröffentlichten vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 bestätigt. Gegenüber dem Vorjahr ging der Umsatz um rund 9 % auf 8,3 Mrd. Euro zurück.

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Lanxess: Umsatzrückgang um 9 % in 2013

Der Kölner Spezialchemie-Konzern hat im Jahr 2013 besonders unter dem herausfordernden Kautschuk-Markt gelitten (Bild: Lanxess)

Maßgeblich für den Rückgang waren hauptsächlich niedrigere Verkaufspreise im Segment Performance Polymers, bedingt durch rückläufige Rohstoffpreise sowie durch eine herausfordernde Wettbewerbssituation, vor allem im Kautschukgeschäft. Außerplanmäßige Abschreibungen und vorgezogene Sonderaufwendungen belasteten das Konzernergebnis im vierten Quartal und führten zu einem Konzernverlust im Gesamtjahr von 159 Mio. Euro und einem Ergebnis je Aktie von -1,91 Euro. Im Vorjahr betrug das Konzernergebnis 508 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie 6,11 Euro. Der Hauptversammlung wird am 22. Mai 2014 eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie vorgeschlagen. Das entspricht einem Ausschüttungsvolumen von insgesamt rund 42 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern eine Dividende von 1 Euro je Aktie gezahlt.

Der Konzern rechnet damit, dass die Marktsituation für synthetischen Kautschuk angesichts der Wettbewerbs- und Kapazitätssituation auch 2014 herausfordernd bleibt. Für das erste Quartal 2014 erwarten die Spezialchemiker ein Ebitda vor Sondereinflüssen von rund 200 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern ein Ebitda vor Sondereinflüssen von 174 Mio. Euro erzielt, das unter anderem durch Anlaufkosten belastet war.

Für das laufende Jahr plant der Konzern Investitionen auf dem Niveau des Vorjahres, unter anderen für den Bau der World-Scale-Anlage für einen Hochleistungskautschuk in Singapur sowie für die Errichtung einer Kautschukanlage in China. Ab 2015 sollen die Investitionen deutlich sinken und hauptsächlich für die Erweiterung und Instandhaltung bestehender Anlagen genutzt werden. Aufgrund des Effizienzsteigerungsprogrammes „Advance“, in dessen Rahmen bereits 730 Mitarbeiter weltweit das Unternehmen bis 2015 verlassen werden, erwartet der Konzern ab dem genannten Jahr Einsparungen von jährlich rund 100 Mio. Euro.

Den gesamten Geschäftsbericht 2013 können Sie hier nachlesen.

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