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Linde erhält von Gazprom Auftrag für Großprojekt im Fernen Osten

22.01.2016 Gazprom und dessen Generalunternehmer Nipigas haben dem Technologiekonzern The Linde Group einen Auftrag für das Amur-GPP-Projekt im Osten Russlands erteilt. Die Anlage soll Teil des Pipeline-Projekts ‚Power of Sibiria‘ werden, welches die Erdgasfelder in Ostsibirien und Nordostchina verbinden soll.

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Der Gas- und Engineeringkonzern Linde hat von Gazprom den Auftrag zum Bau einer großen Gasverarbeitungsanlage in Sibirien erhalten (Bild: The Linde Group) (Bildquelle: Linde)

Verhandlungen über den Auftrag fanden bereits im Oktober 2015 statt, Ende Dezember 2015 schlossen die Partner den Vertrag ab. Linde ist nun für das Engineering und die Beschaffung von Extraktionsanlagen für Ethan und Flüssiggasbestandteile und zur Abscheidung von Stickstoff sowie für eine Heliumgewinnungs- und -verflüssigungsanlage zuständig.

Der Bau der Anlage ist in fünf Phasen bis 2024 geplant. Die erste Phase umfasst zwei NGL- und NRU-Anlagenstränge sowie eine Helium-Erzeugungsanlage. Nach Fertigstellung wird Amur GPP den Betreibern zufolge mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 49 Mrd. m3/a Erdgas eines der weltweit größten Gasverarbeitungsprojekte sein.

Darüber hinaus haben Alexej Miller, Vorsitzender des Vorstands von Gazprom, und Dr. Wolfgang Büchele, Vorstandsvorsitzender von Linde, kürzlich in Moskau eine Vereinbarung zur strategischen Zusammenarbeit der beiden Unternehmen unterzeichnet. Ziel des Abkommens ist es, bei bestehenden und zukünftigen Projekten im Bereich der Erdgaswertschöpfungskette zu kooperieren und diese gemeinsam umzusetzen.

(ak)

 

 

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