Industriegase

Linde eröffnet Luftzerlegungsanlage in Eisenhüttenstadt

26.06.2017 Der Technologiekonzern The Linde Group feierte am 22. Juni die offizielle Eröffnung einer Luftzerlegungsanlage am Standort Eisenhüttenstadt. Rund 85 Mio. Euro hat das Unternehmen in das Projekt investiert.

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Linde_Eisenhüttenstadt

v.l.n.r.: Pierre Jacobs, CEO Arcelor Mittal Eisenhüttenstadt, Bernd Eulitz, COO Linde, Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, schneiden symbolisch das blaue Band durch. (Bild: Ramona Behrend / Arcelor Mittal)

Mit dem Neubau setzen Linde und der Stahlkonzern Arcelor Mittal ihre bisherige Kooperation in Eisenhüttenstadt fort. Die Anlage, die bereits Anfang 2017 den Betrieb aufnahm, versorgt das Stahlwerk von Arcelor Mittal langfristig mit Sauerstoff und Stickstoff. Darüber hinaus stellt Linde in der Anlage auch Flüssigprodukte für den regionalen Gasemarkt her – eine Kombination, die eine hohe Energieeffizienz ermöglicht. Mit dem Neubau unterstreicht das Unternehmen die strategische Bedeutung des Standorts für die Versorgung von Kunden in der Region.

Zur Eröffnung der Anlage hatte Linde Kunden und Geschäftspartner nach Eisenhüttenstadt geladen, darunter auch Pierre Jacobs, CEO Arcelor Mittal Eisenhüttenstadt. Im Beisein von Albrecht Gerber, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg und Dagmar Püschel, Bürgermeisterin der Stadt Eisenhüttenstadt, eröffneten Linde-Vorstandsmitglied Bernd Eulitz und Olaf Reckenhofer, Geschäftsleiter Linde Gas Region Central Europe, die Anlage feierlich.

Anlage mit hoher Kapazität und Energieeffizienz

Die von Linde betriebene Luftzerlegungsanlage (LZA) ist laut eigenen Angaben ausgesprochen leistungsfähig: Sie hat eine Nennleistung von ca. 30.000 Nm3/h Sauerstoff. Diesen benötigt Arcelor Mittal unter anderem bei der Roheisenproduktion zur Anreicherung der Prozessluft im Hochofen. Darüber hinaus kann die LZA mehr als 500 t/d der Flüssiggase Sauerstoff, Stickstoff und Argon produzieren. Auch Linde will die Anlage als große, energetisch günstige Flüssigquelle nutzen. Die Anlage ist darauf ausgelegt, künftig auch medizinische Gase sowie Lebensmittelgase liefern zu können. Im Zuge des Neubaus wurde eine bereits bestehende LZA zugunsten der nun eröffneten Anlage am Standort stillgelegt.

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