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Linde erweitert Wasserstoff-Kapazität

08.10.2008

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Am Linde-Standort Burghausen versorgt ein neuer Steamreformer direkt die benachbarten Unternehmen OMV und Wacker Chemie mit hochreinem Wasserstoff. Offiziell eingeweiht wurde die Anlage am 2. Oktober. Der neue Steamreformer ist die dritte Wasserstoff-Produktionsanlage am Standort Burghausen. Seine Kapazität übersteigt mit 11000 Kubikmetern Wasserstoff pro Stunde die Gesamtleistung der bestehenden Anlagen von insgesamt 7400 Kubikmetern pro Stunde deutlich. Die Gases Division der Linde Group reagiert mit dieser Erweiterung auf den gewachsenen Wasserstoff-Bedarf von OMV und Wacker.

Die Wasserstoffkunden, zu denen auch Borealis zählt, sind über ein Rohrleitungssystem direkt mit den Produktionsanlagen verbunden. Der produzierte Wasserstoff wird bei Wacker beispielsweise zur Herstellung von Polysilizium, einem Material für die Halbleiterindustrie, und bei OMV zur Entschwefelung von Mitteldestillaten benötigt. Diese Anwendungen setzen einen sehr hohen Reinheitsgrad des Gases voraus. Der in Burghausen produzierte Wasserstoff entspricht der Qualität 5.0 und bietet damit eine Reinheit von mindestens 99,999 Prozent.

Beim Steamreforming-Verfahren in Burghausen wird der Wasserstoff aus Erdgas (zu 98 Prozent Methan) gewonnen. Der Produktionsprozess läuft rund um die Uhr und wird von einer Messwarte überwacht.

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