Linde mit Rekordergebnis – Anlagenbau glänzt

18.03.2014 Der Industriegase- und Engineeringkonzern Linde hat im vergangenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis erwirtschaftet. Das Ergebnis stieg um 7,6 Prozent auf knapp 4 Mrd. Euro. Insbesondere die Bereiche Healthcare und Engineering glänzten, berichtet der scheidende Vorstandschef Wolfgang Reitzle. Allerdings machen dem Technologiekonzern Währungsverluste zu schaffen.

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Linde mit Rekordergebnis - Anlagenbau glänzt

Der scheidende Vorstandschef von Linde, Prof. Wolfgang Reizle, glänzt zum Abschied mit guten Zahlen (Bild: Linde)

„Wir konnten uns ganz gut behaupten, obwohl die Rahmenbedingungen nicht günstig waren und unser Wachstum insbesondere im zweiten Halbjahr von Währungskurseffekten beeinträchtigt wurde“, sagte Vorstandschef Reitzle und kündigte weiteres Wachstum an: „Bereinigt um Währungskurseffekte erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2014 beim Konzernumsatz ein solides Wachstum. Beim operativen Konzernergebnis ist mit einer moderaten Verbesserung zu rechnen.“ 

Bis 2016 will Linde ein operatives Konzernergebnis von mindestens 5 Mrd. Euro und eine Kapitalrendite von 13 Prozent erreichen. Im Geschäftsjahr 2013 ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 16,655 Mrd. Euro gewachsen. Das US-Homecare-Unternehmen Lincare, das im August 2012 von Linde übernommen worden war, hat 1,563 Mrd. Euro zum Konzernumsatz beigesteuert.

Engineering Division um 12,4 Prozent gewachsen
Auch im internationalen Projektgeschäft Anlagenbau hat der Konzern ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 verzeichnen können. Der Umsatz in der Engineering Division stieg um 12,4 Prozent auf 2,879 Mrd. Euro. Beim operativen Ergebnis erzielte das Unternehmen eine Verbesserung um 2,2 Prozent auf 319 Mio. Euro (operative Marge: 11,1 Prozent). Sehr positiv entwickelte sich der Auftragseingang: Er betrug im Geschäftsjahr 2013 3,911 Mrd. Euro und lag damit um 38,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser deutlichen Erhöhung haben auch die Aufträge aus der Gases Division des Konzerns geleistet.

Neben Großprojekten in den vier Kerngeschäftsfeldern Olefin-, Erdgas-, Luftzerlegungs- sowie Wasserstoff- und Synthesegas-Anlagen war der Auftragseingang durch eine Reihe kleiner und mittelgroßer Neubestellungen geprägt. Mehr als ein Drittel der Neuaufträge entfiel auf die Region Asien/Pazifik, aus Nordamerika stammten rund 30 Prozent. Etwa ein Viertel der Neubestellungen erhielt Linde aus Europa. In Nordamerika war das Geschäft erneut von Projekten für die effiziente Erschließung von Schiefergasvorkommen gekennzeichnet. Im Zuge der guten Auftragsentwicklung ist der Auftragsbestand der Engineering Division weiter gewachsen: Per Ende Dezember 2013 lag dieser Wert bei 4,504 Mrd. Euro – gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 804 Mio. Euro.

Für den internationalen Großanlagenbau rechnet der Konzern für das laufende Jahr 2014 mit einem vergleichsweise stabilen Marktumfeld und erwartet deshalb „ein solides Umsatzwachstum“. Bei der operativen Marge geht das Unternehmen davon aus, einen Wert von rund 10 Prozent zu erreichen.

Die vollständige Pressemeldung zum Linde-Geschäftsbericht finden Sie hier.

(as)

 

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