Quartalszahlen

Linde steigert Gewinn trotz Umsatz-Rückgang

25.04.2018 Vor allem durch Währungseffekte ist der Umsatz von Linde im ersten Quartal 2018 gesunken. Das operative Ergebnis stieg dennoch um 3,8 % auf knapp über 1 Mrd. Euro. Der Industriegas-Konzern sieht sich damit vor der geplanten Fusion mit Praxair voll auf Kurs.

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Linde_präsentiert Geschäftszaheln_2016

Linde hat im ersten Quartal sein Konzernergebnis trotz ungünstiger Währungseffekte gesteigert. (Bild: Linde)

Schuld ist der schwache Dollar: Währungseffekte haben den Konzernumsatz von Linde im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 % auf 4,044 Mrd. Euro (Vj. 4,385 Mrd. Euro) sinken lassen. Alles in allem entwickelte sich das Geschäft des Konzerns jedoch gut: Auf währungsbereinigter Basis und bereinigt um die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,4 %. Das operative Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten stieg um 3,8 % auf 1,081 Mrd. Euro (Vj. 1,041 Mrd. Euro), währungsbereinigt sogar um 12,1 %. Die operative Konzernmarge stieg um 300 Basispunkte auf 26,7 % (Vj. 23,7 %).

Praxair-Fusion „in vollem Gange“

„Wir sind erneut gewachsen und haben unsere Profitabilität deutlich gesteigert“, sagte Prof. Dr. Aldo Belloni, Vorstandsvorsitzender von Linde. „Die eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz, die kontinuierliche Optimierung unseres Portfolios und die guten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen zu einer deutlichen Verbesserung unserer Konzernmarge.“ Entsprechend bestätigte der Konzern seinen Jahresausblick: Der bereinigte Konzernumsatz soll auf dem Niveau des Vorjahres liegen und könnte um bis zu 4 % steigen. Das währungsbereinigte operative Konzernergebnis soll innerhalb einer Bandbreite liegen, die vom Vorjahresniveau bis zu einem Plus von 5 % reicht. Für die Rendite auf das eingesetzte Kapital strebt Linde im Geschäftsjahr 2018 einen Wert von rund 10 % an.

Zur Fusion mit Praxair seien die fusionskontrollrechtlichen und regulatorischen Prozesse „in vollem Gange“, teilte Linde mit. Beide Unternehmen gehen weiterhin davon aus, nach dem rechtzeitigen Erhalt aller erforderlichen Genehmigungen den Unternehmenszusammenschluss in der zweiten Jahreshälfte 2018 vollziehen zu können. Linde sei diesbezüglich „in konstruktiven Gesprächen mit den entsprechenden Behörden und parallel dazu mit potenziellen Käufern“.

Ausführliche Zahlen zu den einzelnen Segmenten des Konzerns finden Sie in der Mitteilung von Linde. (ak)

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