Fusion mit Praxair im Plan

Linde steigert Umsatz und Ergebnis

27.10.2017 Gute Zahlen beim Industriegaseproduzent und Anlagenbauer Linde: In den ersten neun Monaten kletterten Umsatz und Gewinn - der Münchner Konzern sieht sich deshalb für seine Fusion mit Praxair gut gerüstet.

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Linde: Nachfolger für Belloni bekanntgegeben

Linde ist mit guten Zahlen im Gasegeschäft und im Anlagenbau auf Kurs. (Bild: Linde)

Das Linde-Ergebnis (Ebitda) stieg um 3,8 % auf 3,15 Mrd. Euro, der Umsatz kletterte um 2,7 % auf 12,9 Mrd. Euro. Allerdings drücken Sondereffekte wie laufende Kosten für die Fusion mit Praxair den Reingewinn – dieser lag mit 860 Mio. Euro fast 8 % unter dem Vorjahr. „Umsatz und Ergebnis haben sich in den ersten neun Monaten gut entwickelt und auch mit unserem Effizienzprogramm liegen wir voll im Plan“, sagte Prof. Dr. Aldo Belloni, Vorsitzender des Vorstands der Linde AG.

Anlagenbau wieder auf Kurs

Die Gase-Divison konnte ihren Umsatz um 2,1 % und das Ergebnis um 3,5 % steigern. In der Engineering Division stieg der Umsatz um 4,0 % auf 1,809 Mrd. Euro und das operative Ergebnis stieg um 4,1 %. Mit 8,4 % übertraf die Marge im Anlagenbau das gesteckte Ziel von 8 %. Der Auftragseingang lag Ende September mit 1,969 Mrd. Euro 24 % über dem Vorjahr. Linde Engineering hat derzeit Aufträge im Wert von 4,378 Mrd. Euro in den Büchern.

Fusion mit Praxiair auf Plan

Von den 24 benötigten kartellrechtlichen Genehmigungen, die Voraussetzung für die Fusion sind, habe die neue Holding aus Linde und Praxair bereits vier erhalten, meldet das Münchner Unternehmen. Auch die Annahmequote für den Aktientausch durch die Linde-Aktionäre scheint im Plan: Am Dienstag waren bereits 64,5 % der Altaktien zum Umtausch eingereicht. Am Montag hatte Linde die Annahmequote auf 60 % gesenkt und die Frist, in der 75 % erreicht werden sollen, um zwei Wochen verlängert.

Linde und Praxair erhoffen sich von dem fusionierten Konzern (Börsenwert 66 Mrd. Euro, Umsatz 27 Mrd. Euro) Einsparpotenziale in Höhe von 1 Mrd. Euro.

(as)

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