Linde: Verhandlungen mit Gazprom über Gasverflüssigungsanlage

26.10.2015 Es könnte ein ziemlich dicker Brocken für Linde werden: Offenbar verhandelt der Münchner Gas- und Engineering-Anbieter mit dem russischen Energiekonzern Gazprom über den Bau einer Gasverflüssigungsanlage in der Amur-Region im fernen Osten Sibiriens.

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Linde hat bereits viel Erfahrung beim Bau von LNG-Anlagen in Regionen mit schwierigen klimatischen Verhältnissen – hier: LNG-Anlage beim norwegischen Hammerfest (Bild: Linde)

Wie die Frankfurter Allgemeine berichtet, könnte der Auftrag bis zu eine Milliarde Euro umfassen. Doch bis zum Abschluss sei es „aber noch ein weiter Weg“. Bislang gibt es weder eine Absichtserklärung, noch einen Vertrag. 

Gazprom hat im vergangenen Jahr mit dem Bau einer Gaspipeline nach China begonnen, die allein auf russischem Gebiet 4.000 Kilometer lang werden soll – die Investition dafür wird auf mehr als 50 Mrd. Euro geschätzt. Zuletzt hatten Russland und China einen Gasvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren geschlossen. Ab 2018 will Russland jährlich 38 Mrd. Kubikmeter Gas nach China liefern. An der Pipeline soll eine der größten Prozessanlagen der Welt entstehen.

(as)

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