Neue Technologie zur Kohlevergasung

Liquid Phase-Technologie

04.05.1998 Die Liquid Phase-Technologie reduziert nach Angabe signifikant Stromerzeugungskosten und vermindert umweltbelastende Emissionen, die von kohlebefeuerten Kraftwerken ausgehen.

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Das Verfahren basiert auf einem neuen Produktionsprozeß für Methanol. Die Technologie kann als Teil einer Kohlevergasungsanlage installiert werden, die Kohle zu Synthesegas umsetzt, das wiederum Ausgangsstoff für Methanol ist. Im Vergleich zu konventionellen Anlagen kann die Konversionsrate zu Methanol verdoppelt werden. Im Gegensatz zu konventionellen kohlebefeuerten Anlagen, die Dampf zum Betrieb der Generatoren nutzen, wird Synthesegas aus der Kohlevergasung effizienter in der Turbine verbrannt. In einem separaten Strom wird zusätzlich Methanol erzeugt, das zur Kostenreduzierung auf zweierlei Weise beiträgt: Zum einen kann es gespeichert und in Spitzenzeiten zur Stromerzeugung genutzt werden, zum anderen kann es verkauft werden. Darüber hinaus wird der Ausstoß von Kohlendioxid um 5% reduziert, die Emission von Schwefeloxiden und Stickoxiden (SOx und NOx) wird prozeßbedingt praktisch vermieden.

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