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Maschinen für kontinuierliche Schüttgutprozesse

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03.06.2015 Gerade im Bereich des innerbetrieblichen Rohstofftransports kommen stets dieselben Fragen auf: Wie können wir unsere Produkte schonend und sicher in den Prozess einbringen beziehungsweise austragen? Wie lässt sich ein reibungsloser Transport zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten realisieren? Wie handhabe ich unterschiedliche Gebindetypen wie Big-bags, Fässer, Container oder Säcke?

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Entscheider-Facts Für Betreiber

 

  • Betrachtet man die komplette Prozesskette in den jeweiligen Industrien, gibt es viele Herausforderungen zu meistern. So breit gefächert wie die Anwendungsfälle, so unterschiedlich müssen auch die kundenspezifischen Lösungen sein.
  • Containment-Systeme helfen Produkt und Mitarbeiter vor Kontaminationen zu schützen. Das erleichtert und verkürzt auch gleichzeitig den anfallenden Reinigungsaufwand.
  • Mittels einer Vakuumförderung ist eine kontaminationsfreie innerbetriebliche Rohstoffversorgung möglich.

Diese Fragen und noch viele mehr gilt es bei Neuprojekten, aber auch bei bestehenden Anlagen, immer wieder von Neuem zu definieren. Ob in der Pharma-,  Chemie- oder lebensmittelverarbeitenden Industrie, in allen Bereichen kommen die Systeme von Hecht zum Einsatz. In der chemischen und wirkstoffherstellenden Industrie werden die eingesetzten Stoffe immer aktiver und damit auch gefährlicher. Bei vielen dieser Stoffe sind Grenzwerte von OEB 5 (Occupational Exposure Band) einzuhalten, um das Personal vor den Folgeschäden zu schützen. Das bedeutet, dass eine Umgebungskontamination von maximal < 1 µg/m3 nicht zu überschreiten ist. Zur Verdeutlichung: Vervielfältigt man das Raumvolumen auf die Größe des Empire State Buildings, darf sich im gesamten Gebäude maximal die Stoffmenge von 0,04 Teelöffeln befinden, um dieses Level einzuhalten. Somit muss der Betreiber sicherstellen, dass beispielsweise in der Chemieindustrie der gesamte Prozess von der Wareneingangskontrolle über den Transport zu einem Reaktor, einem Mischer oder einer Zentrifuge reibungslos verläuft. Gleichzeitig spielen der Kostendruck und die nötige Flexibilität der Produktion eine ebenso große Rolle. Einwegfolien-Systeme ermöglichen hier einen großen Vorteil;     gerade bei der Bemusterung und der Einwaage der Rohstoffe. Ein vollständig geschlossener Prozess wurde bereits für verschiedene Kunden in verschiedenen Branchen realisiert.

Einwegprobenahmesystem EPS zur Bemusterung
Zum Bemustern im Wareneingang findet man häufig in der Wirkstoff- oder chemischen Herstellung Laminar-Flow-Einheiten (LF). Diese LF-Einheiten ermöglichen einen Schutz des Produktes während der Bemusterung durch Hepa-gefilterte Luft. Diese LF-Einheiten schützen den Bediener jedoch nur bedingt, denn durch das Arbeiten am offenen Gebinde kommt er auch mit dem Produkt in Kontakt. Gerade bei hochaktiven oder gefährlichen Substanzen ist dies zu vermeiden. Das Einwegprobenahmesystem EPS schließt diese Lücke: Die zu bemusternden Gebinde werden über eine Folientechnologie an den in das System integrierten Einwegisolator angeschlossen. Die anschließende Bemusterung findet innerhalb des Isolators statt. Hierdurch ist der Bediener zu jeder Zeit vor dem Produkt geschützt. Durch die geschlossene Probenentnahme kommt es weder zu Kontaminationen des Raums noch anderer Gebinde. In der Folge reduziert sich der Aufwand für das Reinigen sowie die Dekontamination des Raumes und Bedieners. Den Einwegisolator entsorgt der Anwender nach der Bemusterung; ein aufwendiges Reinigen wie bei Edelstahlisolatoren entfällt.

Heftausgabe: Juni 2015
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Matthias Hänsel,  Produktmanager & Leitung Marketing, Hecht

Über den Autor

Matthias Hänsel, Produktmanager & Leitung Marketing, Hecht

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