Maschinenbauer warten weiter auf den Durchbruch

02.07.2015 Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat im Mai 2015 sein Vorjahresniveau wie schon im Vormonat abermals um 2 % verfehlt. Die Inlandsbestellungen lagen um 4 % unter dem Wert des Vorjahres, die Bestellungen aus dem Ausland stagnierten. Der Auftragseingang aus den Euro-Partnerländern sank stark um 6 %. Die Nicht-Euro-Länder haben dagegen um 1 % mehr Bestellungen aufgegeben.

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Maschinenbauer warten weiter auf den Durchbruch

Der Durchbruch im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lässt weiter auf sich warten: Im Mai gingen die Aufträge im Gegensatz zum Vorjahr weiter zurück (Bild: VDMA)

„Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer warten weiter auf den Durchbruch. Das Jahr hat in der Maschinenproduktion sehr durchwachsen angefangen; von Januar bis einschließlich April liegen wir nun bei real plus 1,1 %. Wir gehen davon aus, dass wir uns im Laufe des Jahres schrittweise unserer Prognose von 2 % Produktionsplus nähern können“, kommentiert der VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Im Drei-Monats-Vergleich stagnierte der Auftragseingang im Maschinenbau zwischen März und Mai unterm Strich. Einem Minus von 2 % der inländischen Aufträge stand ein Zuwachs von 1 % aus dem Ausland gegenüber.

Griechenland-Krise zeigt sich noch nicht
Die Griechenland-Krise hat im deutschen Maschinen- und Anlagenbau bislang noch keine Spuren hinterlassen. „Griechenland ist für uns kein großer Markt, er rangiert nur auf Platz 54 der Exportrangliste des deutschen Maschinenbaus“, erläutert Wiechers. Lediglich 0,2 % aller Maschinenausfuhren wurden im vergangenen Jahr in das südeuropäische Land geliefert, das entsprach einem Wert von rund 360 Mio. Euro. „Wir hatten eine erfreuliche Entwicklung in den vergangenen drei Jahren bis ins erste Quartal dieses Jahres hinein, wenngleich von niedrigem Niveau aus“, ergänzt Wiechers. „Wir müssen allerdings damit rechnen, dass dieses Plus bald aufgezehrt ist.“

(su)

 

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