Atmungsaktiv dank trockener Luft

Materialmanagement für die Herstellung von Folien

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22.04.2015 Der Markt für atmungsaktive Membranen boomt. Dazu trägt das vielfältige Anwendungsspektrum dieser Produkte bei, die nach den individuellen Wünschen der Kunden maßgeschneidert werden. Hergestellt werden die Membranen unter anderem durch Extrusionsbeschichten von hydrophilen Polymeren auf Vliesstoffe. Diese empfindlichen Materialien lassen sich nur mit leistungsfähigen Materialversorgungssystemen wirtschaftlich verarbeiten. 

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Entscheider-Facts Für Betreiber

 

  • Eine Möglichkeit zur Herstellung von atmungsaktiven Folien ist, Vliese mit speziellen, feuchtigkeitsempfindlichen Hochleistungspolymeren zu beschichten.
  • Hergestellt werden solche Folien durch Extrusionsbeschichtungen auf einer Coextruderlinie in Tandemtechnologie. Entsprechend leistungsfähig und flexibel muss die Materialversorgung sein.
  • Mit dem installierten Materialversorgungssystem - bestehend aus Trocknung und Dosierung - hat der Hersteller seine Produktionsmöglichkeiten für individuell angefertigte atmungsaktive Membranen signifikant erweitert.

Atmungsaktive Membranen: vielfältige Einsatzgebiete
Atmungsaktive Membranen kommen in zahlreichen und sehr unterschiedlichen Anwendungsfeldern zum Einsatz, etwa als Dachfolien, Matratzenbezüge, für medizinische Einwegprodukte wie Abdecktücher und OP-Kleidung oder für Windeln.

Je nach Anwendung müssen die Vliese ganz spezielle Anforderungen erfüllen, beispielsweise Sperreigenschaften gegen eindringende, spezifisch definierte Flüssigkeiten, wobei sie gleichzeitig Feuchtigkeit nach außen durchlassen sollen. Hinzu kommen spezifische Festigkeiten und gegebenenfalls auch optische Eigenschaften.

Einen besonderen Stellenwert mit einem riesigen Marktpotenzial haben atmungsaktive Membranen im Bausektor. Ob bei Sanierungen oder Neubauten – überall sind Maßnahmen zum Wärmeschutz von Gebäuden, zur Energieeinsparung und damit auch zum Klimaschutz erforderlich. Wichtig ist dabei – neben den bautechnischen Aspekten zur Erfüllung der energiesparenden Maßnahmen und zum Erhalt der Gebäude – ein behagliches und auf die Nutzer abgestimmtes Raumklima. Hierzu tragen maßgeblich atmungsaktive Membranen maßgeblich bei.

Atmungsaktive Dachfolien transportieren feuchte Luft von innen nach außen und leiten Kondenswasser ab. Je nach Dachkonstruktion können sie direkt über der Thermoisolierung angebracht werden, ohne dass eine Hinterlüftung notwendig ist. Erreicht wird die Atmungsaktivität beispielsweise durch eine mikroporöse Struktur der Folien, die auf unterschiedliche Weise hergestellt werden kann.

Eine Alternative ist, Vliese mit speziellen, feuchtigkeitsempfindlichen Hochleistungspolymeren zu beschichten. Die Zusammensetzung der Schichten und damit die Materialeigenschaften richten sich nach den individuellen Wünschen der Kunden. Die so hergestellten Produkte weisen keine mikroporöse Struktur auf sondern sind „chemisch atmungsaktiv“.

Heftausgabe: Mai 2015
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Thomas Schwachulla, freier Fachjournalist für Motan-Colortronic

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Thomas Schwachulla, freier Fachjournalist für Motan-Colortronic

Thomas Schwachulla, freier Fachjournalist

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