MDI-Produktion in Brunsbüttel

Mehr Kapazität: Covestro baut weiter um

24.06.2016 Werkstoffhersteller Covestro erweitert die Produktionskapazität für die Schaumstoff-Komponente MDI an seinem Standort in Brunsbüttel. Damit setzt das Unternehmen den Umbau der Produktion vor Ort fort.

Anzeige
Mehr Kapazität: Covestro baut weiter um

Von TDI auf MDI: Produktionsanlage in Brunsbüttel. (Bild: Bayer)

Das Unternehmen stellt eine zuvor stillgelegte Anlage für das Vorprodukt TDI auf die Produktion von MDI um. Dieser Schritt soll die Produktionskapazität auf rund 400.000 t/a verdoppeln. Die Investitionskosten liegen laut Unternehmen im niedrigen dreistelligen Mio.-Euro-Bereich. Die Inbetriebnahme des Anlagenkomplexes ist für Ende 2018 geplant.

Das dort produzierte MDI (Diphenylmethan-Diisocyanat) dient zur Herstellung von Polyurethan-Hartschaum, der vor allem bei effizienter Wärmedämmung von Gebäuden und in der gesamten Kühlkette zum Einsatz kommt. TDI (Toluylen-Diisocyanat) ist eine zentrale Komponente für weichen Polyurethan-Schaumstoff, der unter anderem in Matratzen, Polstermöbeln und Autositzen Verwendung findet. Die Herstellung dieses Vorproduktes bündelt das Unternehmen auf europäischer Ebene am Standort Dormagen.

„Der geplante MDI-Anlagenkomplex ist ein Meilenstein hinsichtlich Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Produktivität und erfüllt höchste Sicherheitsstandards“, betonte Standort- und Produktionsleiter Dr. Steffen Kühling. Das Projekt sei zudem ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Brunsbüttel und helfe, Arbeitsplätze im Betrieb und in der Region zu sichern.

Loader-Icon