Merck erhöht seine Beteiligung an Qlight Nanotech

20.11.2013 Merck, Darmstadt, hat seine Kapitalbeteiligung an dem israelischen Unternehmen Qlight Nanotech, Jerusalem, in nicht näher bezeichneter Weise erhöht. Das Start-up-Unternehmen entwickelt unter anderem Produkte für moderne Displays und energieeffiziente Leuchten.

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Merck erhöht seine Beteiligung an Qlight Nanotech

Die auf Halbleieter-Nanokristallen basierende neue Folientechnologie von Qlight Nanotech vergrößert den Farbumfang des Displays und vermindert den Energieverbrauch von Flachbildschirmen (Bild: Merck)

Das israelische Unternehmen wurde als „Spin-off“ von Yissum, dem Technologietransfer-Unternehmen der Hebräischen Universität Jerusalem, gegründet. Merck hatte bereits 2012 in das Unternehmen investiert.

Die kontinuierliche Investition von Merck wird es Qlight Nanotech ermöglichen, seine Anstrengungen bei der Entwicklung seiner auf Halbleiter-Nanopartikeln basierenden Technologie zu verstärken und einen größeren Kundenkreis anzusprechen. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprogramms arbeiten beide Unternehmen schon seit der Gründung von Qlight Nanotech (2009) zusammen. Das israelische Industrieministerium hat dieses Programm als Teil seines internationalen Unternehmens-Kooperationsprogramms kontinuierlich unterstützt.

Björn Hofman, Leiter des Bereichs Advanced Technologies in der Sparte Performance Materials von Merck, erklärte dazu: „Diese zweite Investition von Merck wird es Qlight Nanotech ermöglichen, seine Kapazitäten zu erhöhen und die Entwicklung seiner höchst interessanten Technologie voranzutreiben. Die Vertiefung unserer Zusammenarbeit mit Qlight Nanotech unterstreicht unser Vertrauen in das Potenzial der neuen Technologie, insbesondere für die nächste Generation von Displays.“

Yaacov Michlin, Geschäftsführer von Yissum und Vorsitzender der Geschäftsführung von Qlight Nanotech, sagte: „Wir sind stolz auf die kontinuierliche Investition durch Merck, einen Weltmarktführer bei Flüssigkristall-Technologien. Wir freuen uns über die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen, nachdem wir bereits bestimmte technische Meilensteine erreicht haben. In Kooperation mit Merck können wir jetzt führende Abnehmer im Bereich der Flachbildschirme ansprechen, was zu Produkten mit erheblichen Energieeinsparungen und einem verbesserten Farbumfang sowohl für Beleuchtungsanwendungen als auch für Flachbildschirme führen wird.“

Prof. Uri Banin, wissenschaftlicher Gründer von Qlight Nanotech, ergänzte: „Dies ist ein wesentlicher Schritt in der Kommerzialisierung unserer auf Nanokristallen basierenden Technologie. Materialien und Phänomene, die wir erst gestern im Labor untersucht und erfunden haben, sind jetzt Ausgangspunkte für eine Vielzahl interessanter neuer Anwendungen bei Flachbildschirmen und in der Beleuchtungstechnik. Qlight Nanotech nutzt ein ganzes Spektrum moderner Möglichkeiten der Nanotechnologie, die wir an der Hebräischen Universität eingeführt haben – ein wichtiger Faktor für die bisher erzielten Erfolge. Besonders freut mich, zu sehen, wie die Forscher und Wissenschaftler, die bei uns studiert haben und groß geworden sind, jetzt die Entwicklung bei Qlight Nanotech vorantreiben.“

Am 1. Oktober 2013 hat Qlight Nanotech seine neuen Labors auf dem Edmond J. Safra Givat Ram Campus der Hebräischen Universität in Jerusalem eröffnet. Das Unternehmen hat seine innovative Folientechnologie vorgestellt und das Anwendungspotenzial für Flachbildschirme demonstriert. Eine optische Folie mit diesen Nanopartikeln verbessert die Energieeffizienz von LC-Displays in einzigartiger Weise. Dies kann die Lebensdauer der Batterien von mobilen Geräten verlängern und den Energieverbrauch von Fernsehern um fast die Hälfte reduzieren. Zudem vergrößert die Folie des israelischen Unternehmens auch den Farbumfang der Displays und verbessert damit ganz entscheidend das Seh- und Betrachtungserlebnis für den Benutzer.

(dw)

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