Merck schließt 2014 mit Rekordzahlen ab

03.03.2015 Der Pharmakonzern Merck hat das Jahr 2014 mit einem Umsatzerlös von 11,3 Mrd. Euro abgeschlossen und damit alle drei Unternehmensbereiche - Healthcare, Life Science und Performance Materials - gestärkt.  

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Merck schließt 2014 mit Rekordzahlen ab

Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck, nennt vor allem den Zukauf von AZ, die geplante Übernahme von Sigma-Aldrich und die Allianz mit Pfizer als ausschlaggebend für das Wachstum (Bild: Merck)

Die Gesamterlöse des Konzerns stiegen im vergangenen Jahr um 3,7 % auf 11,5 Mrd. Euro. Der Umsatz wuchs um 5,5 % – 2013 lag er noch bei 10,7 Mrd. Euro. Dazu trugen vor allem ein organisches Wachstum in Höhe von 4 % sowie akquisitionsbedingte Zuwächse von 3,3 % bei, die auf den Zukauf des britischen Chemieunternehmens AZ Electronic Materials zurückgehen. Wechselkurseffekte wirkten sich mit -1,8 % jedoch negativ auf den Umsatz aus.

Das operative Ergebnis (Ebit) konnte der Konzern um 9,4 % auf 1,8 Mrd. Euro steigern (2013: 1,6 Mrd. Euro). Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 4,1 % auf 3,4 Mrd. Euro (2013: 3,3 Mrd. Euro). Das solide Wachstum und die Entwicklung des operativen Geschäfts trugen dazu bei, die um -47 % auf 209 Mio. Euro (2013: 395 Mio. Euro) gesunkenen Lizenz- und Provisionserlöse zu kompensieren. Das den Merck-Anteilseignern zustehende Konzernergebnis des Jahres 2014 beträgt 1.157 Mio. Euro (2013: 1.202 Mio. Euro). Das bedeutet einen Rückgang um -3,7 %.

Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen verbesserte sich, unter Berücksichtigung des im Juni 2014 erfolgten Aktiensplits im Verhältnis 1:2, um 4,8 % auf 4,60 Euro (2013: 4,39 Euro). Das Unternehmen will der Hauptversammlung daher vorschlagen, die Dividende um 5 Cent auf 1 Euro je Aktie zu erhöhen.

Als Grund für das Wachstum nennt Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung, unter anderem den Zukauf von AZ, das Übernahme-Angebot von Sigma-Aldrich und die Allianz mit Pfizer.

Merck Serono, das biopharmazeutische Geschäft, verzeichnete im Jahr 2014 ein organisches Umsatzwachstum von 3,6 %. Unter Berücksichtigung negativer Wechselkurseffekte in Höhe von -1,9 % stiegen die Umsätze der Sparte insgesamt um 1,7 % auf 5,8 Mrd. Euro.

Auch die Umsatzerlöse der Geschäftssparte Consumer Health stiegen um 3,2 % auf 766 Mio. Euro an (Vorjahr: 742 Mio. Euro). Einem organischen Wachstum von 5,4 % standen dabei negative Wechselkurseffekte in Höhe von -2,2 % gegenüber. Die Sparte erzielte dabei ein Ebitda vor Sondereinflüssen von 169 Mio. Euro (Vorjahr: 172 Mio. Euro). Consumer Health agiert seit Anfang 2015 als Teil des Bereichs Healthcare.

Die Umsatzerlöse von Performance Materials, dem Spezialchemikalien-Geschäft, stiegen 2014 um 25,4 % auf 2,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,6 Mrd. Euro). Zu dieser Steigerung trugen ein organisches Wachstum von 4,1 % sowie akquisitionsbedingte Umsatzsteigerungen von 22,8 % (375 Mio. Euro) bei. Das Ebitda vor Sondereinflüssen des Bereichs stieg insbesondere durch den Zukauf von AZ um 14,8 % auf 895 Mio. Euro (2013: 780 Mio. Euro).

Merck Millipore, das Life-Science-Geschäft des Konzerns, verzeichnete 2014 ein solides organisches Umsatzwachstum von 4,5 %, das hauptsächlich von der Entwicklung der Geschäftseinheit Process Solutions getrieben war. Unter Berücksichtigung negativer Wechselkurseffekte und des Verkaufs des Geschäftsfelds Discovery and Development Solutions stiegen die Umsatzerlöse insgesamt um 2,1 % auf 2,7 Mrd. Euro (2013: 2,6 Mrd. Euro). Das Ebitda vor Sondereinflüssen Millipore stieg um 2,5 % auf 659 Mio. Euro (2013: 643 Mio. Euro).

Für das Jahr 2015 erwartet der Konzern gegenüber dem Vorjahr leicht steigende organische Umsatzerlöse bei moderat positiven Wechselkurseffekten. Aufgrund der Berücksichtigung von AZ über ein volles Geschäftsjahr erwartet das Darmstädter Unternehmen einen positiven Portfolioeffekt. Auch das Ebitda vor Sondereinflüssen soll leicht ansteigen – zumindest aber den Wert des Vorjahres erreichen.

Weitere Informationen und alle Zahlen zum Geschäftsjahr 2014 von Merck.

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