Markt

Merck steigert Gewinn und Umsatz

19.05.2016 Merck hat für das erste Quartal 2016 gestiegene Umsatz- und Gewinnzahlen vorgelegt. Dabei spielte der Zukauf von Sigma-Aldrich eine tragende Rolle. Auch organisch wuchs das Geschäft.

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Merck_Oschmann

Einstand nach Maß: Stefan Oschmann kann mit den ersten Quartalszahlen unter seiner Führung zufrieden sein (Bild: Merck)

„Wir sind gut ins Jahr 2016 gestartet und profitabel gewachsen. Die Integration von Sigma-Aldrich geht zügig voran und auch beim Schuldenabbau sind wir voll im Plan“, erklärt Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung, anlässlich der ersten Quartalszahlen, die er als Merck-CEO vorlegte. „Für 2016 erwarten wir für den Merck-Konzern weiterhin ein leichtes organisches Umsatzwachstum“, so Oschmann.
Die Umsatzerlöse von Merck stiegen im ersten Quartal um 20,5 % auf 3,7 Mrd. Euro (Q1 2015: 3,0 Mrd. Euro). Organisch stieg der Umsatz des Konzerns um 4,7 %, getragen vom operativen Geschäft der Unternehmensbereiche Healthcare und Life Science. Akquisitionsbedingt stieg der Umsatz um 19,8 %, was wesentlich auf den Zukauf von Sigma-Aldrich zurückgeht, der im November 2015 abgeschlossen und nun erstmals für ein volles Quartal konsolidiert wurde. Gegenwind bekam das Unternehmen von der Währungsseite, wo negative Effekte in Höhe von -4,0 % zu verzeichnen waren, die vor allem auf lateinamerikanische Währungen zurückgingen. Der Konzern wuchs im ersten Quartal in allen Berichtsregionen organisch, besonders in den beiden Regionen Nord- und Lateinamerika. Der Anteil von Nordamerika stieg durch die Sigma-Aldrich-Akquisition deutlich auf 26 % (Q1 2015: 20 %). Größte Berichtsregion war mit einem Anteil von 33 % am Konzernumsatz Europa.

Ergebnis mehr als verdoppelt

Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg getragen von der guten operativen Entwicklung bei Healthcare und Life Science sowie dem Sigma-Aldrich-Zukauf um 27,0 % auf 1,1 Mrd. Euro (Q1 2015: 853 Mio. Euro). Das Ebit des Konzerns stieg um 76,8 % auf 849 Mio. Euro (Q1 2015: 480 Mio. Euro). Darin enthalten ist als Sondereinfluss der Gewinn aus dem im Oktober 2015 bekanntgegeben Verkauf der Rechte an Kuvan in Höhe von rund 325 Mio. Euro. Das Konzernergebnis hat sich in den ersten drei Monaten des Jahres auf 591 Mio. Euro mehr als verdoppelt (Q1 2015: 282 Mio. Euro).

– Das Healthcare-Geschäft verzeichnete in den ersten drei Monaten des Jahres währungsbeding einen Umsatzrückgang um -2,4 % auf 1,6 Mrd. Euro (Q1 2015: 1,7 Mrd. Euro).

– Der Umsatz des Unternehmensbereichs Life Science stieg im ersten Quartal des Jahres um 89,3 % auf 1,4 Mrd. Euro (Q1 2015: 738 Mio. Euro).

– Der Unternehmensbereich Performance Materials verzeichnete im ersten Quartal ein Umsatzwachstum von 0,9 % auf 622 Mio. Euro (Q1 2015: 617 Mio. Euro).

Ausblick für 2016
Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal geht Merck für 2016 von einem Anstieg der Umsatzerlöse auf 14,8 bis 15,0 Mrd. Euro aus und rechnet dabei weiterhin mit einem leichten organischen Umsatzwachstum. Durch die Akquisition von Sigma-Aldrich erwartet das Unternehmen eine portfoliobedingte Steigerung der Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Dem gegenüber steht die Erwartung negativer Wechselkurseffekte in Höhe von voraussichtlich -3 bis -5 %, die insbesondere auf weiterhin andauernde Währungsabwertungen in Lateinamerika zurückzuführen sind. Das Ebitda vor Sondereinflüssen wird im Jahr 2016 auf Konzernebene voraussichtlich zwischen 4,1 und 4,3 Mrd. Euro liegen.

 

Hier finden Sie die vollständige Meldung mit weiteren Details.

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