Merck verlängert erneut Angebot für AZ Electronic-Aktionäre

18.03.2014 Das Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck verlängert zum wiederholten Male den Zeitplan für das Barangebot an die Aktionäre von AZ Electronic Materials (AZ), diesmal bis zum 18. April 2014. Bis zum 14. März 2014 waren Merck rund 64,23 % des Aktienkapitals von AZ angedient worden.

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Merck verlängert erneut Angebot für AZ Electronic-Aktionäre

AZ Electronic Materials erzielt rund rund 70 % seines Umsatzes von etwa 580 Mio. Euro mit Prozesschemikalien zur Herstellung von integrierten Schaltkreisen (IC), die zum Beispiel in Computern oder Smartphones eingesetzt werden (Bild: AZ Electronic Materia

Bereits am 5. Dezember 2013 hatte Merck bekannt gegeben, den britischen Hersteller von Elektronik-Chemikalien für umgerechnet 1,9 Mrd. Euro übernehmen zu wollen. Inzwischen sind die kartellrechtlichen Freigaben in Deutschland, Japan, Taiwan und den USA erteilt – aber noch nicht in China. Seit der letzten Bekanntgabe dazu Ende Februar seitens Merck hat das Unternehmen den konstruktiven Dialog mit der chinesischen Wettbewerbsbehörde (Ministry of Commerce of the People‘s Republic of China, Mofcom) fortgesetzt und erwartet die kartellrechtliche Freigabe aus China bis zum 18. April 2014. In der Zwischenzeit verläuft die Prüfung der chinesischen Behörde plangemäß weiter. Angesichts der konstruktiven Gespräche geht das Chemieunternehmen nicht davon aus, dass eine weitere Verlängerung des Angebotszeitplans über den 18. April 2014 hinaus nötig sein wird.

Infolge der heutigen Einigung wird das letztmögliche Datum, an dem die Bedingung einer Mindestannahmequote eintreten oder auf diese Bedingung verzichtet werden kann, auf den früheren der beiden folgenden Zeitpunkte verschoben: entweder 14 Tage nach der kartellrechtlichen Freigabe in China oder aber 14 Tage nach dem 18. April 2014. Darüber hinaus wird Merck bei erfolgter kartellrechtlicher Freigabe für China die Angebotsschwelle von 95 % auf 75 % senken.

(dw)

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