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Merck steigert Umsatz, schwächelt beim Ergebnis

04.08.2016 Merck hat im 2. Quartal 2016 mit 3,8 Mrd. Euro deutlich mehr Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum (Q2 2015: 3,2 Mrd. Euro). Auch das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg auf 1,16 Mrd. Euro (Q2 2015: 899 Mio. Euro). Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal erhöht das Unternehmen nun seine Prognose für das Gesamtjahr.

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Merck-CEO Stefan Oschmann hebt nach einem positiven Verlauf der ersten Jahreshälfte die Prognose für 2016 noch einmal an. (Bild: Merck)

Die Umsatzerlöse von Merck stiegen im 2. Quartal um 18,2 % auf 3,8 Mrd Euro (Q2 2015: 3,2 Mrd Euro). Das organische Umsatzwachstum des Konzerns betrug dabei 5,1 % und wurde von den Unternehmensbereichen Life Science und Healthcare getragen. Das akquisitionsbedingte Umsatzwachstum von 19,2 % geht auf den Zukauf von Sigma-Aldrich zurück, der im November 2015 abgeschlossen wurde. Demgegenüber standen deutlich negative Währungseffekte in Höhe von -6,1 %, die vor allem auf lateinamerikanische Währungen zurückzuführen waren. Das Unternehmen wuchs im 2. Quartal in allen Berichtsregionen organisch. Durch die Sigma-Aldrich-Akquisition stieg der Anteil von Nordamerika am Konzernumsatz deutlich auf 26 % (Q2 2015: 20 %). Europa und Asien-Pazifik waren mit einem Anteil von jeweils 31 % am Konzernumsatz die größten Berichtsregionen.

Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 28,8 % auf 1.158 Mio. Euro (Q2 2015: 899 Mio Euro), die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen stieg auf 30,4 % (Q2 2015: 27,9 %). Das Konzernergebnis von Merck lag mit 312 Mio Euro um -9,1 % niedriger als im Vorjahreszeitraum (Q2 2015: 343 Mio. Euro).Hierbei schlug ein deutlich niedrigeres Finanzergebnis zu Buche, das vor allem auf das langfristige aktienbasierte Vergütungsprogramm zurückgeht, dessen Wert aufgrund der günstigen Entwicklung der Unternehmens-Aktie im 2. Quartal zunahm.

Healthcare wächst in allen Regionen organisch
Der Umsatz des Unternehmensbereichs Healthcare wuchs im 2. Quartal 2016 organisch um 7,3 % und stützte sich dabei auf alle Regionen. Dem standen negative Währungseffekte in Höhe von -9,0 % gegenüber. Zudem wirkte sich die Rückgabe der Rechte an Kuvan an Biomarin Pharmaceutical mit -1,0 % auf die Umsatzentwicklung aus. Somit ergab sich für Healthcare ein Umsatzrückgang um -2,7 % auf 1,8 Mrd. Euro (Q2 2015: 1,8 Mrd. Euro). Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 31,8 % (Q2 2015: 26,6 %)

Life Science verdoppelt Ebitda vor Sondereinflüssen
Der Unternehmensbereich Life Science wuchs organisch um 8,1 %. Life Science erzielte damit das stärkste organische Wachstum aller Unternehmensbereiche und profitierte dabei von der anhaltenden Nachfrage der biopharmazeutischen Industrie. Neben dem organischen Zuwachs trug die Akquisition von Sigma-Aldrich mit 79,7 % zum Umsatzanstieg bei, der durch Währungseffekte in Höhe von –2,8 % geschmälert wurde. Die Umsatzerlöse von Life Science stiegen somit insgesamt um 85,0 % auf 1,4 Mrd. Euro (Q2 2015: 773 Mio. Euro). Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 108,6 % auf 417 Mio. Euro (Q2 2015: 200 Mio. Euro). Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen von Life Science verbesserte sich auf 29,1 % (Q2 2015: 25,9 %).

Performance Materials behauptet Profitabilität
Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Performance Materials sanken organisch um -4,7 %, was vor allem an einem Lagerabbau bei Kunden aus der Displayindustrie lag. Hinzu kamen negative Währungseffekte in Höhe von -2,0 %. Positiv wirkte sich indes der Umsatzbeitrag von 3,1 % aus, der auf das in den Unternehmensbereich integrierte SAFC-Hitech-Geschäft von Sigma-Aldrich zurückging. Somit sanken die Umsatzerlöse von Performance Materials um -3,5 % auf 621 Mio. Euro (Q2 2015: 643 Mio, Euro). Das Ebitda vor Sondereinflüssen von Performance Materials sank auf 273 Mio € (Q2 2015: 295 Mio €). Die Profitabilität von Performance Materials blieb mit einer Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen in Höhe von 44,1 % die höchste aller Unternehmensbereiche.

Merck hebt Prognose an
Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im 2. Quartal hebt Merck seine Prognose für den Konzern an und erwartet nunmehr einen Anstieg der Umsatzerlöse des Jahres 2016 auf 14,9 bis 15,1 Mrd. Euro (vorher: 14,8 – 15,0 Mrd. Euro).

Die vollständige Meldung mit allen Zahlen finden Sie hier.

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