Für jeden das Richtige

Mit modularen Anlagen Prozesswasser und Abwasser effizient behandeln

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01.03.2016 Gegenüber der klassischen zentralen Anlagenlösung in gemischter Bauweise bieten modulare, dezentrale Baukastenlösungen klare Vorteile bei den Kosten, der Flexibilität und der Realisierungsgeschwindigkeit. Envirochemie hat deshalb ein eigenständiges, modulares Anlagensystem für die Behandlung von Prozesswasser und Abwasser entwickelt.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Komplett werksgefertigte Envimodule zur Prozesswasserbehandlung werden vor Ort nur noch fertig angeschlossen. Es werden die wasser- und abwassertechnischen Anlagen mit biologischen, chemisch-physikalischen oder membrantechnischen Verfahren gelöst eingesetzt, um die geforderten Grenzwerte zu erreichen.
  • Die verschiedenen eigens entwickelten Verfahren wurden konstruktiv so modifiziert, dass sie in vorgefertigte, hochwertige Raummodule eingepasst und vielfältig kombiniert werden können. Ein Envimodul-Baustein ersetzt Betriebsgebäude aus Stahl und Beton, ist semi-mobil, an unterschiedliche klimatische Verhältnisse anpassbar.

Mit Modulbausteinen schneller und flexibler
Wie in einem Baukastensystem stehen unterschiedliche Module zur Verfügung, die beliebig miteinander kombiniert werden können. Im Vergleich zur konventionellen Anlagenbauweise lassen sich derartige Baukastenlösungen wesentlich schneller und mit weniger Aufwand realisieren. Sie lassen sich leichter an veränderte Produktions- oder Betriebsbedingungen des Anwenders anpassen. Bei Bedarf können sie auch an andere Betriebsstätten versetzt werden.

Die dezentralen Lösungen für die Behandlung von Prozesswasser und Abwasser oder für das Wasserrecycling werden nach Kundenwunsch konfiguriert. Dafür werden zunächst detailliert die Grundlagen ermittelt, wie beispielsweise das Feststellen der Stoffströme nach Entstehungsort, Inhaltsstoffen und Konzentration sowie die geforderten Wasserqualitäten oder Recyclingwerte. Genehmigungsrechtliche Belange sind zu berücksichtigen. Aus diesen Vorgaben werden dann Verfahren und Prozessschritte ausgewählt, kombiniert und dimensioniert. Die Verfahrensstufen werden anschließend mit der notwendigen Anzahl und den Modulgrößen konfiguriert und geplant.

Je nach notwendiger Anlagentechnik und -größe ermöglicht der Anlagenbaukasten Einzelmodulanlagen zwischen drei und zwölf Meter Länge, die am Stück per Lkw transportiert werden können, Doppelanlagen, die geteilt transportiert werden oder komplette Gebäude, die aus bis zu 20 Modulen bestehen können.

Solide Bausteine im Baukasten
Die Konstruktion der Modulzellen beruht auf korrosionsgeschützten und mehrfach lackierten Stahlrahmen mit ISO-Ecken zum einfachen Transport. Die Module sind umseitig isoliert. Die Innenverkleidung ist kunststoffbeschichtet. Für die Böden gibt es unterschiedliche Ausführungsoptionen in Stahl, Kunststoff oder Gitterrost. Medienführende Module verfügen über eine wasserdichte Bodenwanne mit 100 mm Höhe. Fenster mit Isolierglas können je nach Bedarf ebenso eingesetzt werden wie beispielsweise Lichtkuppeln. Heizung und Klimatisierung. Die Anlagen werden in der Regel mit einem Autokran verladen und – ähnlich wie Fertiggaragen – auf Punktfundamenten, Streifenfundamenten oder Betonplatten abgesetzt.

Vielfältige Kombinationsmöglichkeiten
So vielfältig wie die maßgeschneiderten Verfahrenslösungen für die Anwender sind, so vielfältig sind auch die individuellen Optionen des Anlagenbaukastenkonzeptes. So können für die einfache Wartung und Pflege die Dächer der Module einfach aufgeklappt oder verschoben werden. In anderen Fällen sind die Raummodule seitlich geöffnet und werden ohne Wandverkleidung in frostsicherer Umgebung – Afrika, Mittlerer Osten, Lateinamerika – aufgestellt. Fertigung und Montage beim Anlagenbauer und die anschließende Kunden-Werksabnahme bringen Qualität und Sicherheit. Die Anlagen werden beim Hersteller komplett in Deutschland geplant, gebaut und vorgeprüft. Auch die Anlagensteuerung wird vom Hersteller programmiert und installiert.

Die Systeme sind für verschiedenste Anwendungen einsetzbar. Neben den Modulen mit integrierter Reinigungstechnik stehen weitere Module, etwa für Schaltwarten, Chemikalienlager und Dosiereinrichtungen oder die Schlammbehandlung, zur Verfügung.

Heftausgabe: März 2016
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Jutta Quaiser,  Envirochemie

Über den Autor

Jutta Quaiser, Envirochemie

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