flexibilität gewährleistet

Mobile Hochleistungsfüllanlage für Big-bags

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18.09.2008 Big-bags erfreuen sich in der chemischen Industrie wie auch in vielen anderen Branchen wachsender Beliebtheit und verdrängen Sackware mehr und mehr. Schon bei relativ geringen Umschlagmengen kann der Einsatz eines Big-bags interessant sein. Wichtigster Grund fürihren Siegeszug: Sie bieten ein Höchstmaß an Flexibilität und sind außerordentlich effizient.

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Big-bag-Füllanlagen sollten grundsätzlich an die anwendungs- und produktspezifischen Anforderungen angepasst sein. Für einen Anwender aus der Kunststoffindustrie muss die komplette Füllanlage mit Palettenmagazin und Rollenbahn als Einheit unter einer Silo-Batterie verfahren werden – eine Herausforderung für den Anlagenbauer. Diese Anlagenkombination erlaubt eine sehr flexible und schnelle Reaktion auf Kundenaufträge ohne Vorhalten eines kostenintensiven Zwischenlagers für Big-bag-Ware. Mit einer Leistung dieser Anlage von 30t/h bei einer 1-Mann-Bedienung ist ein Verladen der befüllten Big-bags direkt auf den Lkw eine sehr wirtschaftliche Lösung.

Eine sehr massive, auf Rollen verfahrbare Plattform mit einer Traglast von rund 5t bildet die Grundkonstruktion. Selbst auf nicht ganz sauberen und hundertprozentig ebenen Flächen ist noch ein Verfahren im Außenbereich problemlos möglich. Über eine tragbare Funkfernsteuerung wird die Anlage vom Bediener sicher unter den jeweiligen Siloauslauf manövriert. Von einer begehbaren Bühne aus wird das Füllrohr staubdicht an das Silo angeschlossen. Verladegarnituren können über angepasste Andockkonen ebenfalls zur Beschickung angedockt werden.

Wägeprozess muss nichtunterbrochen werden

Das Dosieren des exakten Füllgewichts innerhalb einer Gewichtstoleranz von ±1 bis 2kg übernimmt eine pneumatisch betätigte 3-Stellungsklappe. An dieser Stelle können auch andere Dosierorgane zum Einsatz kommen. Ein ergonomisches und schnelles Einhängen der Big-bags wird beispielsweise über pneumatisch betätigte, vorschwenkbare Klapphaken und eine Blähschlauchklemme für den Füllstutzen sichergestellt. Während des Füllvorgangs wird der Big-bag auf die aus dem Palettenmagazin eingefahrene Palette abgesenkt. Für Schüttgüter mit sehr steilem Schüttwinkel sorgt ein pneumatisch durch die Rollenbahn anhebbarer Vibrationsrahmen für eine Produktverteilung im Big-bag. Dieser Vibrationsrahmen ist vollständig vom Wägerahmen entkoppelt, so dass der Wägeprozess hierfür nicht unterbrochen werden muss.

Ein Palettenmagazin mit pneumatisch betätigten Klapphaken stellt das rechtzeitige Zuführen einer Palette in die Füllposition sicher. Der gesamte Füllprozess wird über eine autarke elektrische Steuerung mit Bedienschaltschrank am Arbeitsplatz gesteuert. Der Datenaustausch kann über eine Ethernet-Schnittstelle mit Funkverbindung erfolgen. Die Energiezufuhr ist über flexible Leitungen mit Kabelaufrollen realisiert.

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Big-bag-Füllanlagen sollten grundsätzlich an die anwendungs- und produktspezifischen Anforderungen angepasst sein.
Für einen Anwender aus der Kunststoffindustrie muss die komplette Füllanlage mit Palettenmagazin und Rollenbahn als Einheit unter einer Silo-Batterie verfahren werden.
Diese Anlagenkombination erlaubt eine sehr flexible und schnelle Reaktion auf Kundenaufträge ohne Vorhalten eines kostenintensiven Zwischenlagers für Big-bag-Ware.
Mit einer Leistung dieser Anlage von 30t/h bei einer 1-Mann-Bedienung ist ein Verladen der befüllten Big-bags direkt auf den Lkw eine sehr wirtschaftliche Lösung.

Heftausgabe: September 2008

Über den Autor

Hansjürg Emde, ProkuristEmde-Industrietechnik
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