Markt

Nachhaltige Verbesserung der Rendite

10.08.2001

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Unabhängig vom Vermarktungsstopp des Cholesterinsenkers Lipobay bzw. Baycol, der natürlich Auswirkungen auf die Pharma-Strategie sowie die künftige Entwicklung des Konzerns hat, wird die Bayer AG die bereits eingeleiteten Programme zur Kosten- und Strukturverbesserung intensiv weiter verfolgen. Das erklärte Ziel ist es, bis zum Jahr 2005 jährliche Einsparungen von 1,5 Milliarden € zu erreichen.

Der Konzern hat zur langfristigen Verbesserung der Rendite und als Reaktion auf die konjunkturelle Entwicklung seine bereits laufenden Kostensenkungsprogramme erweitert und zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Margen eingeleitet.

  • Bereits 2001 sollen Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe in den Arbeitsgebieten Gesundheit, Polymere und Chemie erreicht werden,
  • 2002 werden es knapp eine Milliarde € sein und
  • 2005 dann bis zu 1,5 Milliarden € jährlich.

Der größte Betrag soll bei den Polymeren mit über 700 Mio € im Jahr 2005 eingespart werden. Laut Finanzvorstand Werner Wenning umfasst das Programm den Abbau von weltweit 1800 Arbeitsplätzen, die Schließung von 15 Produktionsanlagen sowie eine Optimierung des Portfolios in allen Geschäftsbereichen.

Im Geschäftsbereich Pharma wird die Entwicklung von Medikamenten optimiert und die Vermarktung neu ausgerichtet. Der Geschäftsbereich Consumer Care wird erhebliche Einsparungen durch die Konzentration auf zentrale Standorte erzielen: Bitterfeld für Europa sowie Lerma (Mexiko) für den nord- und mittelamerikanischen Markt. Die Produktion im amerikanischen Elkhart wird stillgelegt.

Im Arbeitsgebiet Chemie, das im ersten Halbjahr 2001 bereits ein verbessertes Ergebnis aufweist, wird das Portfolio-Management konsequent fortgeführt. Das in diesem Bereich identifizierte Einsparpotenzial liegt bei 200 Mio € pro Jahr – u. a. durch neue Betriebsstrukturen, verbesserte Vertriebswege sowie eine Straffung des Sortiments.

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