Behutsam fortentwickelt

Neue Generation des Prozessleitsystems Centum

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29.11.2009 Eine neue Generation des Prozessleitsystems Centum soll Betreiber unterstützen, OperationalExcellence zu erreichen. Mit der Evolution des bewährten Prozessleitsystems zu Centum VP vervollständigt der Hersteller sein 2005 begonnenes Konzept aus Safety, Asset und Production Excellence und führt die einzelnen Bausteine zusammen.

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Fortentwickeln oder evolvieren statt revolutionieren lautet das Motto für das Prozessleitsystem (PLS)Centum von Yokogawa. Seit 1975 baut der Hersteller das System kontinuierlich aus und legt größten Wert darauf, dass die Migration zu neuen Versionen stets problemlos verläuft – in achter Generation dem Ziel folgend: „Eine gut gesteuerte Anlage ist ruhig und langweilig.“ Auf einer Pressekonferenz stellte Yokogawa das neue PLS Centum VP vor.

Das letzte Puzzleteil

Masatoshi Nakahara, Vice President Yokogawa Electric Corporation, stellt fest, dass noch immer zu viele Fehlalarme, Informationslücken und Überraschungen in PLS auftauchen, denen der Hersteller mit Centum VP entgegenwirken will. Das neue PLS solle dem Anwender helfen, die Anlage aufmerksam und wachsam zu kontrollieren. Im Jahr 2005 startete der Hersteller sein Vigilant Plant Konzept, in dessen Rahmen er zuerst eine Lösung für Safety Excellence auf den Markt brachte. 2006 folgte eine Software für Asset Excellence und 2007 für Production Excellence. In Centum VP werden die Komponenten in einer Operational Excellence-Plattform vereint. „Über Operational Excellence haben Hochlohn-Länder eine Chance im Wettbewerb“, meint Satoru Kurosu, Senior Vice President,Yokogawa Electric Corporation. Ein echter Vorteil sei zudem, dass Centum VP mit seiner taskorientierten Darstellung eine statusbasierte Fahrweise der Anlage ermöglicht.

Rollentausch

„Das neue System definiert eine neue Rolle für Distributed Control System“, erklärt Anjo Wiegerinck, Marketing Manager, Yokogawa Europe B.V. Bislang wurden Sicherheitstechnik, Anlagenüberwachung und Produktionssteuerung von verschiedenen Systemen übernommen. Centum VP führt die Systeme nun wie ein Puzzle zusammen, in ein integriertes System. Alle Daten werden in einer einzigen Datenbank zusammengefasst, um alle Schlüsselfunktionen in Echtzeit zu unterstützen und eine homogene Arbeitsumgebung zu schaffen. Damit arbeite das System schneller und erleichtere die Wartung wie Instandhaltung, legt Kurosu dar. Die Architektur des PLS basiere auf Windows Vista. Auf die Frage nach einem Wireless-System stellt Kurosu eine Lösung Ende 2009 in Aussicht. Der Hersteller würde jedoch die Einführung eines Standards begrüßen.

Lautlose Migration

Für die Migration überprüfe der Hersteller vorher intensiv die Datenbasis des Anlagenbetreibers, wofür wenige Wochen benötigt werden. „Die eigentliche Umstellung jedoch dauert nur ein paar Tage“, erklärt Satoru Kurosu. Die Amortisationszeit betrage zwischen ein und drei Jahren.

Zielmärkte

Das neue PLS eignet sich zur Prozessführung und -überwachung für Produktionsanlagen in der Erdöl- und Erdgasgewinnung, Petrochemie und Chemie wie der pharmazeutischen und Lebensmittelindustrie. Auch für Anlagen zur Wasser- und Abwasserbehandlung kann es eingesetzt werden.

Heftausgabe: März 2008

Über den Autor

Dr. Etwina Gandert, Redaktion
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