Profinet für die Chemie

Neues PA-Profil 4.0

13.02.2017 Feldgeräte werden in prozesstechnischen Anlagen entweder analog über 4...20mA-Signale oder mit Feldbussen wie dem Profibus angesteuert. Durch Industrie 4.0 werden die Anforderungen an die Kommunikationssysteme jedoch weiter steigen.

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Profibus und Profinet International wollen das PA Profil noch in 2017 fertigstellen. Bild: Profibus Nutzerorganisation

Profibus und Profinet International wollen das PA Profil noch in 2017 fertigstellen. Bild: Profibus Nutzerorganisation

Feldgeräte liefern heute nicht nur einen, sondern eine Vielzahl von Messwerten, zur Konfigurierung stehen umfangreiche Parameter zur Verfügung und die Geräte übermitteln ausführliche Diagnoseinformationen über ihren Zustand. Aber auch die Einbindung der Geräte in Asset-Management-, Condition- Monitoring- oder weitere IT-Systeme erfordern höhere Bandbreiten und Ethernet-Unterstützung.

Mit Profinet bietet PI (Profibus & Profinet International) bereits heute ein System, welches nicht nur in der Fertigungsautomatisierung weit verbreitet ist. Auch in der Prozessindustrie ist es zum Beispiel für die Anbindung von Remote I/Os oder Motor-Management-Systemen in Betrieb.

Frühzeitig fing PI an, intensiv mit Anwendern, wie z. B. der Namur, auszuarbeiten, wie sich Profinet in allen Bereichen der Prozessindustrie einsetzen lässt. Dabei wurde schnell klar, dass PI mit Profinet ein komplettes Lösungspaket anbieten kann. Neben der heute schon verfügbaren hohen Leistung und den umfangreichen Diagnosefunktionen von Profinet wurde durch die FDI-Technologie (Field Device Integration) die Geräteintegration auch für Profinet gelöst. Nun wird das PA Profil in einer neuen Version erstmals für Profinet verfügbar gemacht und erfüllt damit eine wichtige Forderung der Anwender. Der Einsatz von Profinet muss für den Anwender einfach sein. Dies ist eine der wesentlichen Anforderungen an das neue PA Profil.

Nachdem in einem ersten Schritt die Anforderungen mit den Herstellern und Anwendern durchgesprochen wurden, spezifiziert PI nun die technische Lösung. Die Fertigstellung des neuen Profils ist für 2017 geplant.

Bild: Profibus Nutzerorganisation

Bild: Profibus Nutzerorganisation

Zur PI-Konferenz: Netzwerk der Zukunft

Das Programm der 5. PI-Konferenz am 22. und 23. März 2017 im Fußballstadion Commerzbank-Arena in Frankfurt am Main steht fest. Unter dem Leitthema „Netzwerk der Zukunft – Heute die Produktion von morgen gestalten“ präsentiert die Profibus Nutzerorganisation e. V. (PNO) ihre Technologien und Anwendungen rund um Profinet, Profibus, IO-Link sowie Applikationsprofile und Integrationstechnologien vor dem Hintergrund des Trends Industrie 4.0. Die 15 Vorträge greifen neben der Strategie der PNO zur Marschrichtung Industrie 4.0 eine Reihe von relevanten Themen in diesem Umfeld detailliert auf, allen voran Lifecycle- und Asset-Management. Zudem stehen aktuelle Anwendungs-Szenarien in der Prozessautomation, IO-Link im Einsatz sowie Sicherheitsanforderungen im Mittelpunkt der Präsentationen. Erstmalig haben auch die Konferenz-Partner die Möglichkeit, ihre individuellen Lösungen im Hinblick auf das gewählte Leitthema der Konferenz in den innovativen Industry-Talks zu präsentieren. Ausführliche Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: www.pi-konferenz.de.

Über den Autor

Armin Scheuermann, Redaktion
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