Nord Stream 2: Öl- und Gasriesen kooperieren

04.09.2015 Sechs große Öl- und Gaskonzerne arbeiten zusammen am Nord-Stream-2-Projekt: Gazprom, BASF, Eon, Engie, OMV und Shell wollen zwei Offshore-Pipelines von Russland nach Deutschland bauen und betreiben. Ziel ist es, die Erdgasversorgung auf dem europäischen Kontinent auszubauen.

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Die sechs Konzerne planen mit dem Projekt Nord Stream 2 zwei Pipelines, die Erdgas von Russland nach Deutschland transportieren sollen (Bild: tomas – Fotolia)

Auf dem „Eastern Economic Forum“ in Wladiwostok, Russland, haben die Vorsitzenden von Gazprom, BASF, Eon, Engie, OMV und Shell einen Gesellschafter-Vertrag über die Umsetzung des Pipelineprojekts unterschrieben. Das Projekt wird von der neuen Projektgesellschaft „New European Pipeline“ entwickelt. Laut Vertrag ist Gazprom mit 51 % an der Projektgesellschaft beteiligt. Die anderen Unternehmen sollen je 9 oder 10 % halten.

Die geplanten Pipelines sollen durch die Ostsee verlaufen und jährlich 55 Mrd. m³ Gas nach Deutschland leiten. Damit würde sich die Kapazität des Transitweges durch die Ostsee verdoppeln. „Es ist wichtig, dass es sich hierbei vor allem um neue Gasvolumina handelt, die in Europa aufgrund der weiter nachlassenden Eigenproduktion gefragt sein werden. Dass sich die globalen Energieunternehmen an dem Projekt beteiligen, spricht für seine Bedeutung für die Versorgungssicherheit auf dem europäischen Gasmarkt“, betonte Alexei Miller, Vorstandsvorsitzender von Gazprom.

Hier finden Sie die Originalmeldung der BASF.

(su)

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