Anlagenbau

Nord Stream 2: Salzgitter ergattert Pipeline-Auftrag

15.03.2016 2.500 km Stahlrohe sind auch für den Salzgitter-Konzern kein Pappenstiel. Der Konzern wird über seine Tochter Europipe insgesamt 890.000 t Stahlrohr für die russische Ostsee-Gasleitung liefern.

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Europipe ist eine 50/50–Beteiligung des Salzgitter-Konzerns und der der Dillinger Hüttenwerke. Das Unternehmen erhält den Auftrag über die Lieferung von Großrohren für den 3. und 4. Strang der Ostsee-Pipeline. Dies teilte das Pipeline-Betreiberkonsortium Nord Stream am Freitag im schweizerischen Zug mit. Das Gesamtvolumen beträgt 2,2 Mio. Tonnen (2.500 km). Europipe erhält davon rund 890.000 Tonnen (ca. 1.100 km). Der Vertrag soll in den nächsten Wochen unterzeichnet werden.

Die Großrohre werden ab August 2016 in verschiedenen Fertigungsabschnitten bis Mitte 2018 im Werk Mülheim an der Ruhr gefertigt. Das Vormaterial für die Rohrproduktion stellen die Gesellschafter, der Salzgitter-Konzern und die Dillinger Hüttenwerke, der bereit. Die Europipe-Tochtergesellschaft Mülheim Pipecoatings  übernimmt die Außenbeschichtung und Innenauskleidung der Rohre.

Das Nord Stream Projekt ist eine der größten und höchst komplexen Offshore-Gasrohr- Leitungen, die jemals gebaut wurden. Bereits im Zeitraum April 2008 bis September 2011 produzierte Europipe im Großrohrwerk in Mülheim an der Ruhr 1.840 km (1,574 Mio. Tonnen) für die ersten beiden Stränge der Ostsee-Pipeline.

(as)

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