Ölpreisverfall: BP schreibt Milliardenverlust – OMV korrigiert Prognosen nach unten

02.02.2016 Der anhaltend niedrige Ölpreis macht den Energiekonzernen zu schaffen. Die österreichische OMV hat nun 1,5 Mrd. Euro abgeschrieben. Noch heftiger schlägt der Preisrutsch bei BP ins Kontor: Der britische Ölmulti hat für 2015 einen Verlust von 6,5 Mrd. US-Dollar gemeldet.

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Ölpreisverfall: BP schreibt Milliardenverlust - OMV korrigiert Prognosen nach unten

Energiekonzernen wie OMV macht der Ölpreisverfall zunehmend zu schaffen (Bild: OMV)

OMV rechnet dem Handelsblatt zufolge für 2016 mit einem durchschnittlichen Ölpreis (Brent) von 40 US-Dollar pro Fass und geht für 2017 von 55 und für 2018 von 65 Dollar aus. Da dies jeweils 15 Dollar weniger sind, als noch vor einem Jahr angenommen, musste der österreichische Konzern Wertminderungen von 1,5 Mrd. Euro bilanzieren und geht von einem weiteren „Sonderaufwand“ in Höhe von 300 Mio. Euro aus.

Bei BP mussten Wertberichtigungen in Höhe von 2,6 Mrd. Dollar vorgenommen werden. Im 4. Quartal des vergangenen Jahres hatte der Konzern einen Verlust von 0,7 Mrd. USD verzeichnet – ein Jahr zuvor wurde im selben Zeitraum noch ein Gewinn von 2,2 Mrd. Dollar erzielt. In 2016 will das Unternehmen deshalb im Upstream-Bereich 4.000 Stellen streichen. Im Raffineriegeschäft (Downstream) sollen bis Ende 2017 rund 3.000 Stellen entfallen.

Hier finden Sie die ausführliche Pressemeldung von BP.

(as)

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