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Ölpreisverfall: OMV muss Milliarde abschreiben – Halliburton mit roten Zahlen

20.10.2015 Der deutlich gesunkene Ölpreis setzt sowohl den Ölversorgern als auch deren Dienstleistern zu. Das österreichische Energieunternehmen OMV muss zum dritten Quartal eine Milliarde Euro abschreiben. Der US-Dienstleister Halliburton schreibt in im selben Zeitraum rote Zahlen.

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Beiden Unternehmen macht der Verfall des Ölpreises von deutlich über 100 USD/Barrel im Sommer 2014 auf nun knapp 50 USD/Barrel zu schaffen. Die Abschreibung von OMV basiert auf den gesunkenen Preiserwartungen. War das Unternehmen zuletzt noch von einem Durchschnittspreis von 75 USD in 2016 ausgegangen, wurden die Erwartungen nun auf 55 USD gesenkt. Für 2017 rechnet der Hersteller jetzt mit 70 USD (vorher: 90 USD/Barrel). Als eine Maßnahme gegen den Wertverlust hatte das Unternehmen bereits zu Jahresanfang Sparmaßnahmen angekündigt. Nun soll außerdem ein 49-Prozent-Anteil am Tochterunternehmen Gas Connect Austria verkauft werden.

Noch heftiger leidet der US-Explorationsdienstleister Halliburton. Dieser hat im dritten Quartal einen Verlust von 54 Mio. US-Dollar eingefahren – ein Jahr zuvor wurde noch ein Überschuss von einer Milliarde Dollar erwirtschaftet. 

(as)

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