Ölpreisverfall: Shell streicht 6.500 Stellen

31.07.2015 Der britisch-niederländische Energiekonzern Shell rechnet offenbar nicht mit einer schnellen Erholung des Ölpreises: Das Unternehmen will noch in diesem Jahr rund 6.500 Stellen streichen. Grund sei der Gewinneinbruch in Folge des gefallenen Ölpreises. Außerdem sollen im laufenden Jahr 30 Mrd. US-Dollar weniger investiert werden, als 2014.

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Shell-Chef Ben van Beurden hatte gestern keine guten Nachrichten für Mitarbeiter und Aktionäre (Bild: Shell)

Der Stellenabbau könnte auch im Zusammenhang mit der von Brancheninsidern für überteuert gehaltenen Übernahme des britischen Gasproduzenten BG stehen. Für die Übernahme will Shell rund 70 Mrd. US-Dollar ausgeben. Um dies umzusetzen, sollen Unternehmensbeteiligungen verkauft werden. Der Gewinn von Shell war im zweiten Quartal 2015 um mehr als ein Drittel auf 3,8 Milliarden USD eingebrochen. Shell beschäftigt weltweit rund 100.000 Mitarbeiter.

Auf einer Investoren-Konferenz in London sagte Shell-Chef Ben van Beurden gestern: „Ich habe keine Glaskugel, doch der Ölpreis könnte noch mehrere Jahre niedrig bleiben.“ 

Hier finden Sie einen Bericht der Süddeutschen Zeitung zur gestrigen Halbjahres-Pressekonferenz von Shell.

(as)

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