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OMV verkauft britische Tochtergesellschaft

09.11.2016 OMV, das internationale, integrierte Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in Wien, hat zugestimmt, alle Anteile an der 100%-igen Tochtergesellschaft OMV (U.K.) an Siccar Point Energy, mit Sitz in Aberdeen, zu verkaufen. Der Wert der Transaktion soll bis zu 1 Mrd. US-Dollar betragen.

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OMV verkauft britische Tochtergesellschaft

Mit seiner britischen Tochtergesellschaft verkauft OMV Beteiligungen an verschiedenen Offshore-Projekten. (Bild: Flavijus Piliponis – Fotolia)

Der Betrag setzt sich aus einer fixen Zahlung in Höhe von 750 Mio. US-Dollar und einer bedingten Zahlungsverpflichtung in Höhe bis 125 Mio. US-Dollar zusammen, die von der endgültigen Investitionsentscheidung in Bezug auf Rosebank abhängig ist. Zusätzlich haben sich die Parteien auf eine Kaufpreisanpassung für Capex-Aufwendungen ab dem Wirksamkeitsbeginn der Transaktion mit 1. Januar 2016 geeinigt. Das führt zu einer weiteren Zahlung in einer von Höhe bis rund 125 Mio. US-Dollar. Den Abschluss der Transaktion erwartet das Unternehmen im ersten Quartal 2017; dies allerdings noch unter dem Vorbehalt weiterer Bedingungen, einschließlich aufsichtsbehördlicher Genehmigungen.

OMV UK hat Anteile an 22 Lizenzen, die sich in den verschiedenen Stufen Produktion, Entwicklung, Erkundung und Aufsuchung befinden. Das Portfolio umfasst: das Jade Feld (OMV Anteil 5,6 %) in der britischen Zentralen Nordsee, das derzeit produziert. Die Neuentwicklung des Feldes Schiehallion (OMV Anteil 11,8 %) westlich der Shetlandinseln, mit dem Betriebsführer BP und einem erwarteten Produktionsstart 2017. An Rosebank hält OMV, nach dem Verkauf von 30 % an Suncor Energy im Oktober 2016, einen 20 %-Anteil. Weitere Projekte – Cambo, Tornado und Suilven westlich der Shetlandinseln und Jackdaw in der Zentralen Nordsee – sind ebenfalls Teil des verkauften OMV Portfolios in Großbritannien.

Rainer Seele, OMV Generaldirektor kommentiert den Verkauf wie folgt: „Wir setzen unsere strategischen Ziele weiterhin konsequent um. Der Verkauf unserer Upstream-Tochtergesellschaft in Großbritannien ist ein großer Beitrag zur Neujustierung und Optimierung des OMV Upstream Portfolios.“  Und Johann Pleininger, OMV Vorstand verantwortlich für Upstream ergänzt: „Entsprechend unserer Strategie werden wir den Investitionsbedarf für Tiefwasser-Offshore-Projekte reduzieren, um den Fokus auf Regionen mit niedrigeren Kosten zu legen.“

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