Pro-K warnt vor Flussspat-Mangel

05.07.2011 Der Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff, Pro-K, reagiert alarmiert auf die aktuell mangelnde Verfügbarkeit von Flussspat und der damit einhergehende Preisentwicklung von Folgeprodukten.

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Pro-K warnt vor Flussspat-Mangel

Während sich die Preise für Fluorthermoplaste (FTP) innerhalb eines Jahres um das Eineinhalbfache erhöhten, nahm der Preis für Polytetrafluorethylen (PTFE) im selben Zeitraum den doppelten Wert an. Dies der Tatsache geschuldet, dass die Fördermengen für Flussspat (CaF2) nicht mit der positiven Nachfrageentwicklung mithalten können. Grund dafür ist die technische Entwicklung der vergangenen Monate. Beispielsweise wurden lukrative Anwendungsmöglichkeiten für Fluorpolymere entdeckt und umweltfreundliche Kühlmittel mit FTP und PTFE entwickelt, die die bisher geringe Rentabilität der Flussspat-Förderung deutlich steigern. Die Rohstofflage wird dabei noch zusätzlich durch eine strenge Förderlimitierung Chinas verschärft, das rund die Hälfte des Weltbedarfs deckt.

Die Fluorpolymergroup sieht daher Handlungsbedarf und fordert, stillgelegte Flussspatminen wieder in Betrieb zu nehmen, neue Vorkommen zu erschließen und zusätzliche Polymerisationskapazitäten aufzubauen. Erste Verarbeiter haben bereits auf Kundendruck hin damit begonnen, Systemlösungen ohne den Einsatz von Fluorpolymeren zu entwickeln.

 

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